VV Schwerte: Regionalliga steht auf den Fahnen

Schwerte. Ach wie gut, dass alle Positionen in der Tabelle der Volleyball-Oberliga der Damen fünf Wochen vor dem Saisonstart noch auf Null stehen. Dort wurde der VV Schwerte an neunter Stelle eingetragen. Das wäre am Ende der Saison gleichbedeutend mit dem Abstieg. Doch so weit will es der Verein auf keinen Fall kommen lassen, verriet Sascha Bötzel im Gespräch mit dem Ruhrtal Journal.

Der Medienbeauftragte des Vereins gewährte jetzt einen Einblick in die Ziele des Vereins. Mittelfristig steht dort „Regionalliga“ auf den Fahnen – eine Klasse, die man entweder direkt über Platz 1 in der Oberliga erreichen kann oder über eine Relegation als Tabellenzweiter. Wenn das noch nicht in der bald beginnenden Spielzeit gelingt, dann eben in der nächsten Saison. Oder in der übernächsten. Mittelfristig eben.

Lückenschluss

Tobias Windscheif trainiert die erste Damenmannschaft.

Auch unterhalb der ersten Damenmannschaft verfolgt der VVS ehrgeizige Ziele, nämlich den Lückenschluss. Noch gibt es zwischen der ersten Mannschaft und der in der Landesliga spielenden zweiten Mannschaft die Vakanz Verbandsliga. „Wir würden nicht nein sagen, wenn die Erste in der Oberliga bleibt und die Mannschaften darunter hochrutschen“, sagt Sascha Bötzel. Deshalb auch hat man ins Trainerpotenzial investiert, konnte Joey Azeveda für die Zweite und Kyrylo Oliynyk für die Dritte (Bezirksliga) gewonnen werden. Letzterer ist in Volleyball-Schwerte kein Unbekannter, trainierte schon beim VC Schwerte 02, der schließlich mit dem VV Phönix zum VV Schwerte fusionierte. Und schließlich gibt es ja auch noch den sportlichen Leiter Knut Powilleit, der den Talentschuppen des Vereins leitet und den Trainerposten für die erste Mannschaft an Tobias Windscheif abgetreten hat. Insgesamt schickt der VVS sechs Damenmannschaften ins Rennen – und ein Herrenteam, das sich vielleicht anschickt, den Abstieg aus der Landesliga als Betriebsunfall zu deklarieren.

Stützpunkt mit Strahlkraft

Sascha Bötzel, Medienbeuaftragter und Hallensprecher im VVS,

Zurück zur ersten Damenmannschaft. Die konnte zuletzt mit einer fantastischen Leistung in Werne den Klassenerhalt sichern. Kann sie an diese Form anknüpfen und mehr Stabilität als in der vergangenen Achterbahnsaison an den Tag legen, wird sie mitsprechen im oberen Tabellendrittel. Das alleine dürfte mehr Zuschauer in die Alfred-Berg-Sporthalle locken, doch auch am Rande der Bande will der VVS klappern. Ein Spieltags-Café soll Anlaufpunkt in der Halle werden. Sascha Bötzel wird den Part des Hallensprechers übernehmen und die beliebten Jingles einspielen. Der Verein wird am Hospizlauf teilnehmen. Am 2. September wird es einen Aktionstag Volleyball geben, an dem Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe der Schwerter Schulen Volleyballluft schnuppern können. Die erste Damenmannschaft bestreitet zum Abschluss ein Testspiel gegen den VV Human Essen, dessen Damen in der Oberliga Staffel 1 spielen. Zudem ist auch wieder ein gemeinsames Event mit den Holzpfosten-Futsalern geplant. Entwickeln soll sich „ein Volleyball-Stützpunkt mit Strahlkraft“, wie es Sascha Bötzel formuliert.

Also, vergessen wir den Eintrag an neunter Stelle der Null-Tabelle. Das wird sich ändern, vor allem, wenn man die Standortbestimmungen zum Saisonstart für sich entscheidet. Gegen den VfL Telstar Bochum (23. September, 17 Uhr) konnte man in der vergangenen Saison knapp mit 3:2 gewinnen, gegen den SC Hennen (29. September, 19 Uhr) sogar 3:0 – da liegt was in der Luft… .

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