Volles Haus beim Weibsbilderspezial mit Kerstin Brix

Schwerte. Das Weihnachtsspezial als Abschluss der Reihe Weibsbilder 2018 war mal wieder Publikumsmagnet. Den rund 250 überwiegend weibliche Gästen wurde  ein genuss- und vergnüglicher Abend mit einem literarischen Liederabend, bei dem ein festliches Fünf-Gänge-Menü aus der Rohrmeistereiküche den Rahmen bildete, beschert.

Kerstin Brix und ihre Band begeisterten.

Die Organisatoren der Weibsbilderabende, die Kulturstiftung Rohrmeisterei und die Gleichstellungsstelle der Stadt Schwerte, präsentierten am Dienstag die Sängerin Kerstin Brix, die von Christian Zatryp am Klavier, Tom Baer am Bass und Karl Övermann am Schlagzeug begleitet wurde. Und natürlich ging es um Frauen. Um starke Frauen.

Dramatisch der Beginn mit der Arie aus Samson und Delilah.

„Ich habe Frauen ausgewählt, die für mich Vorbilder sind“, erklärte Kerstin Brix zu Beginn ihrer drei Sets dem Publikum. In ihrem Programm „Ich glaub `ne  Dame werd ich nie“ erzählte sie in Musik und Text über starke Frauen-Persönlichkeiten. Kerstin Brix, die klassischen Gesang, Musicalgesang und Schauspiel studierte präsentierte mit ihrem ersten Vortrag, opulent und gewaltig, eine Arie aus Samson und Delilah, die 1961 von Maria Callas aufgenommen wurde. Funkelnd und klar ließ sie ihren Mezzosopran erklingen.

Von Delilah bis Tina Turner

Glasklar interpretierte Kerstin Brix ihre ausgewählten Lieder.

Ihre Bewunderung für Audrey Hepburn drückte Kerstin Brix in ihrer wundervollen Interpretation der Elizy Doolittle aus dem Musical „My Fair Lady“, aus. Die Seeräuber-Jenny aus der Dreigroschenoper gab sie in der Version von Lotte Lenya und mit glasklarem Gesang brachte Kerstin Brix „Somewhere over the rainbow“ aus „Der Zauberer von Oz“, 1939 von der jungen Judy Garland gesungen. „Cabaret“ von Liza Minnelli, der Tochter von Judy Garland, fehlte ebenso wenig in Kerstin Brix Repertoire, wie Marlene Dietrichs „Lili Marleen“, Tina Turners „Proud Mary“, Claire Waldoffs „Wegen Emils unanständiger Lust“, Trude Herrs „Ich will keine Schokolade“ oder Songs von Ella Fitzgerald, Barbara Streisand und Hildegard Knefs „Ich glaub ne Dame werd ich nie“.

Symbiose aus Bühnenprogramm und Kulinarik

Die ausgebildete Sängerin beherrscht jedes Genre…

….und ist ungeheuer ausdrucksstark.

Ob Chanson, Jazz, Musical, Oper – Kerstin Brix kann alles singen, und wie! Bei ihren Gesangsvorträgen zeigte sie auch, dass sie als Schauspielerin eine gute Figur macht, denn sie interpretierte ihre Lieder szenisch.  Mit bravouröser Mimik und Gestik drückte sie Freud und Leid der Lieder aus. Kerstin Brix spannte einen großen Bogen durch Leben und Lieder der Frauen. Angefangen bei Delilah, die voller Hass, Samson als Sklaven sehen will, über Judy Garland, die dem Druck ihres Erfolges nicht standhielt und tabletten- und alkoholsüchtig wurde, Marlene Dietrich, die gegen die Nazis kämpfte bis hin zu Tina Turner, die von ihrem ersten Ehemann Ike aufs übelste misshandelt wurde.

Die mitreißende Kerstin Brix und ihre exzellente Band faszinierten das Publikum und erhielten starken Applaus gepaart mit lauten Beifallsrufen. Dazu marinierte Ente, Sellerie-Cremesüppchen, Ravioli, Hähnchenbrustfilet, weiße Schokoladencrem mit exzellenten Beilagen und Garnierungen – eine Symbiose, die die Sinne beflügelte. Ein gelungener Jahresabschluss der erfolgreichen Weibsbilderreihe.

Und so geht es 2019 weiter:

  • Dienstag, 15. Januar: Andrea Reinecke trifft auf Simone Asua-Honer und Anja Stock
  • Dienstag, 26. März: Joyce-Lynn Lella trifft auf Sevgi Kahramann-Brust
  • Dienstag, 27. August: Turid Müller trifft auf Karin Gottwald
  • Dienstag, 29. Oktober: Petra Brüngel und Angelika Düser treffen auf Susanne Götz
  • Dienstag, 3. Dezember: Weihnachtsspezial mit Sabine Henke „Macherinnen, Memmen und Mimosen“

Nähere Infos zu den Abenden unter: www.rohrmeisterei-schwerte.de

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor