Üben für die lange Sperrung: Anschlussstelle Schwerte Richtung Köln an zwei Wochenenden gesperrt

Schwerte. Die Schwerterinnen und Schwerte können schon bald üben, wie es sein wird, wenn im Zuge des Ausbaus der B236 die A1-Anschlussstelle Schwerte in Fahrtrichtung Köln gesperrt wird. Denn schon vom 2. bis zum 5. November und vom 9. bis zum 12. November wird das Auf- und Abfahren dort nicht möglich sein. Straßen.NRW erneuert auf einer Länge von drei Kilometern den Straßenbelag. Die Baustelle wird bis in die Anschlussstelle Schwerte hineingehen, erläuterten am Freitag in einem Mediengespräch Dieter Reppenhorst, Leiter der Autobahnniederlassung Hamm, und Heike Gerlach, Abteilungsdirektorin Streckenbau.

Für die Maßnahme wird nicht nur die Anschlussstelle Schwerte gesperrt, sondern die gesamte A1 zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund/Unna und Westhofen in Fahrtrichtung Köln. Die Sperrung beginnt an beiden Wochenende jeweils freitags um 20 Uhr; sie wird montags um 5 Uhr wieder aufgehoben. Der Verkehr wird schon in Münster auf die Sperrung aufmerksam gemacht und soll weiträumig über die A2 und die A45 umgeleitet werden. Ortskundige Autofahrerinnen und Autofahrer werden sich ihre Wege aber eher vom AK Dortmund/Unna aus über die B1 suchen. Schwerterinnen und Schwerter hingegen werden nach Ergste fahren müssen, um von dort über die A45 zum Westhofener Kreuz zu kommen.

Großräumig wird der Verkehr umgeleitet.

Vollsperrung besser

Dieter Reppenhorst und Heike Gerlach.

„Wir haben uns für die Vollsperrung entschieden, weil sie Sicherheitsapekten für Verkehrsteilnehmer und Arbeiter entspricht und eine höhere Qualität der Arbeiten sichert“, sagte Dieter Reppenhorst am Freitag in der Autobahnmeisterei Kamen. Schon im vergangenen Jahr habe man damit auf der anderen Seite der A1 Richtung Bremen gute Erfahrungen gemacht. So könnten auch Unterhaltungsarbeiten geleistet werden. Trotzdem „ist so eine Maßnahme eine logistische Herausforderung und ein großer Aufwand“, so Heike Gerlach.

Geräuschpegel sinkt

Täglich befahren rund 60.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt Richtung Köln, davon rund 10.000 LKW. Klar, dass der Straßenbelag in den letzten 15 Jahren gelitten hat. Deshalb wird er erneuert, abermals mit Flüsteraphalt, der den Geräuschpegel noch weiter absinken lassen wird. An den beiden Wochenenden werden 49.000 Quadratmeter Fahrbahn saniert. Betroffen sind auf einer Länge von drei Kilometern alle drei bzw. vier Spuren und der Standstreifen. Es werden jeweils 6.000 Kubikmeter an Material aufgenommen und wieder eingebaut. Das entspricht 14.000 Tonnen „Fräsgut“ und damit 14.000 Tonnen neuen Asphalt. 100 Sattelzüge werden dabei insgesamt im Einsatz sein. Die ausführende Firma ist mit vier Großfräsen sowie zwei Fertigern und sechs Walzen im Einsatz. Die Deckschicht wird dabei mit bis zu zwei Fertigern gleichzeitig auf gesamter Fahrbahnbreite eingebaut. Um die gewaltige Menge an Asphalt für die Baustelle verzögerungsfrei bereitstellen zu können, werden drei Asphaltmischwerke gleichzeitig in Anspruch genommen.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor