Tempo, Tempo, Spielwitz: HVE entscheidet das Derby gegen die HSG klar für sich

Handball, Männer-Landesliga: HSG Schwerte/Westhofen – HVE Villigst-Ergste 23:32 (13:16)

Die HSG Schwerte/Westhofen hat es nicht geschafft, ihre Bilanz gegen die HVE Villigst-Ergste aufzupolieren. Vor knapp 300 Zuschauern (zwei Drittel davon aus dem Lager der HVE) verlor sie am Samstagabend deutlich – und das in einer Phase ihres Wiedererstarkens. In einem emotionsgeladenen Derby mit deplatzierten Härten und ebensolcher Häme stellte die HVE die klar bessere Mannschaft, die den Ausfall von Jannis Mimberg kompensieren konnte. Der HSG hingegen ist es nicht gelungen, den kurzfristigen Ausfall von Dominik Thäsler aufzufangen.

HSG hatte den besseren Start

Die Gastgeber erwischten allerdings den besseren Start. 3:0 führten die Schwerter, dann noch einmal 5:3 – und machten danach genau das, was einer Mannschaft gegen die gut trainierte und auf Schnelligkeit getrimmten HVEler nicht passieren darf: sie versemmelten beste Chancen, leisteten sich Ballverluste und spielten damit der HVE voll in die Karten. Deren Überlegenheit in Sachen Tempo war enorm und immer mehr ausschlaggebend. 15:12 stand es fünf Minuten vor der Pause – alles konnte auch der diesmal wieder gut aufgelegte HSG-Keeper Daniel Evangelou nicht kompensieren. Er hatte übrigens in Maurice Rolfsmeyer einen ebenfalls starken Gegenpart. Die taktische Maßnahme von HVE-Trainer Thorsten Stange, seine Abwehr nach 15 Minuten defensiver einzustellen, war aufgegangen.

Adrenalin pur bei Daniel Evangelou (HSG) und…

… Maurice Rolfsmeyer (HVE).

Klare Sache in Halbzeit zwei

In der zweiten Halbzeit bekam die HSG kein Bein mehr an die Erde. Zwar verkürzte die Mannschaft auf 16:18, doch die Hoffnung war trügerisch. Die HVE ließ nicht locker, hatte in Philipp Koch einen besonders effektiven Lenker und Denker. Sechs Minuten vor dem Ende stellte Moritz Dommermuth den 10-Tore-Vorsprung her, die Messe war gelesen. Die HVE hatte nicht den Hauch eines Zweifels gelassen, wer in der Ruhrstadt die Nummer 1 ist und wurde nach dem Spiel von den Fans frenetisch gefeiert – und das war allemal schöner und besser als die Pfiffe und Buh-Rufe gegen Nico Paukstadt, der sich ein Scharmützel mit Nils Stange geleistet hatte. Unschön waren aber auch in der Schlussphase die Tribünenbeiträge der Schwerter Anhänger.

Was die Landesliga angeht, bahnt sich nach diesem Wochenende der Meisterschafts-Zweikampf zwischen der HVE und RE Schwelm an. Schwelm wahrte am Samstag mit einem 23:21-Erfolg im Spitzenspiel gegen den TuS Volmetal 2 die weiße Weste. Und weil auch Hohenlimburg gegen Evingsen beim 27:27 Federn ließ, beträgt der Vorsprung der HVE auf Platz drei schon drei Punkte. Schwelm erwartet übrigens am kommenden Wochenende die HSG Hohenlimburg, während die HVE auf den VfL Eintracht Hagen trifft. Und am 13. Januar kommt es zum ersten Showdown zwischen den beiden noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga.

Zum Spiel

Ergebnisse und Tabelle

Das sagten die Trainer nach dem Spiel (zunächst Mischa Quass, HSG, danach Thorsten Stange)

Hier noch ein paar Szenen des Derbys

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