T.A.F.: Abwechslungsreich und unterhaltsam in die neue Spielzeit

Schwerte. Komödie, Thriller, Krimi, Kindertheater, Antikriegsdrama, Schauspiel, Groteske – Neun Aufführungen dieser Genres stehen auf dem Programm der elften Spielzeit des Theaters am Fluss (T.a.F.). Nach der sehr erfolgreichen, von großer Zuschauerresonanz geprägten Jubiläumsspielzeit „La Decima“, sei es nicht einfach gewesen einen Spielplan zu konzeptionieren, sagte Intendant Lars Blömer bei dem heutigen Mediengespräch.

„Bei der Planung habe ich versucht mich darauf zu besinnen, was Theatermachen ausmacht“, führte Blömer aus. Und so lautet das Motto für die Spielzeit 2018/2019: „Feste des Lebens und der Kunst“. Entlehnt aus einem der Lehrwerke des Theatermachers Peter Behrens, der gemeinsam mit Georg Fuchs um 1900 den Traum des Theatervereins als Ort eines gemeinsamen Kulturerlebnisses von Schauspieler und Zuschauer entworfen und auch gelebt hat. „Fast 120 Jahre danach wollen wir genau das für unser Theater umsetzen: Gemeinsam Kultur erleben und gemeinsam Festabende begehen.“

Kriegsdrama mit Ausstellung und Vortrag

Der große Publikumserfolg „Die Therapie“, hier eine Szene mit Sven Möller (li.) und Alexander Lux, kommt zur Wiederaufnahme. (crax/Archiv)

Zum Auftakt führt T.a.F., mit der Premiere am Samstag, 29. September, die Komödie „Frau Müller muss weg“, eine deutsche Filmkomödie von Sönke Wortmann, unter der Regie von Anja Samaga auf. Weiter geht es mit zwei Wiederaufnahmen: Am Freitag, 26. Oktober, die fesselnde Inszenierung „Die Therapie“. Ein Psychothriller, geschrieben von Erfolgsautor Sebastian Fitzek, für die Bühne bearbeitet von Marc Gruppe, in der Seven Möller die Regie führt und in der Hauptrolle zu sehen ist.

Michael Rotthowe überzeugte in dem Ein-Personen-Stück als Johnny. (crax/Archiv)

Ebenso gefesselt war das Publikum von dem Kriegsdrama „Johnny zieht in den Krieg“. Die Aufführung hat die Auswirkungen des Krieges zum Thema. „Es ist bereits die zweite Wiederaufnahme, die dieses Mal aus Anlass des Endes des ersten Weltkrieges (1914-1918) durch einen Vortrag über diesen Krieg, als einschneidende Zäsur, was Kriegsführung angeht, und eine Ausstellung über die Mobilmachung in Schwerte, begleitet wird. Den Abschluss in diesem Jahr bildet „Die Feuerzangenbowle“ von Heinrich Spoerl, bei der Alexander Lux Regie führt.

Neuland mit Inszenierung für Kinder ab drei Jahren

Das Junge Ensemble beginnt im Januar mit „Prinzessin Popelkopf“, ein lustiges Kinderstück, bunt in der Inszenierung, für Theateranfänger ab drei Jahren. „Damit betreten wir Neuland. Für ein so junges Publikum haben wir noch nie gespielt“, so der Intendant. Im Februar folgt der traditionelle musikalisch-lyrische Abend zum Valentinstag. Das T.a.F.-Ensemble wird in der Tapas-Bar LoCanta für „Schmetterlinge im Bauch“ sorgen.

Krimi, Kinder, Komik

Lars Blömer führt bei der Groteske „Das sind sie schon gewesen, die besseren Tage“ Regie. (crax/Archiv)

Ihr Regiedebüt wird Silvia Guse im März mit dem Schauspiel „Vorher/Nachher“ von Roland Schimmelpfennig im März geben. Er war der Straßenfeger in den 1960er Jahren schlechthin, der Kriminalfilm „Der Hexer“ aus der Feder von Edgar Wallace mit Joachim Fuchsberger als Inspektor Higgins. Das T.a.F.-Ensemble zeigt den Klassiker im Mai. Im Juni folgt das Kinderstück „Aladin und die Wunderlampe“, inszeniert von Stefan Schroeder und Sina Weber. Die Pommesbude „Schwaben-Grill“ steht im Juli  im Mittelpunkt der Groteske „Das sind sie schon gewesen, die besseren Tage“ von Andreas Marber, Regie Lars Blömer.

Neu, ebenfalls im Juli, ist das Abschlusskonzert mit dem ersten Schwerter Theaterball. „Das soll ein bunter Abend werden. Nicht vereinsintern, sondern offen. Und da sich mittlerweile viele Requisiten angesammelt haben, werden wir diese dann versteigern“, sagt Lars Blömer.

Auch in dieser Spielzeit gibt es wieder zwei Programm-Flyer. Einen für 2018, den anderen für die Spielzeit von Januar bis Juli 2019. Die Flyer liegen aus in der Rohrmeisterei, in der Ruhrtal-Buchhandlung, im Ruhrtalmuseum, im Rathaus, in der VHS oder bei der Touristikinformation. Das Programm und weitere Infos unter www.theateramfluss.de.

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