SPD stellt Prüfauftrag: Wuckenhof soll neue Perle an der Perlenkette werden

Schwerte. Für die SPD ist der Wuckenhof mit seinem historischem Gebäude einer der schönsten Plätze in der Schwerter Innenstadt. Er besitze auf der Achse Markt-Rohrmeisterei stadtbildprägende Bedeutung, sagten am Mittwoch auf einem Medientermin vor Ort die Genossinnen und Genossen Angelika Schröder, Ursula Meise, Andreas Roters und Heinz Haggeney. Dem lässt sich zustimmen. Jetzt will die SPD den Platz und das Gebäude einer Nutzung im Sinne von Kultur, kultureller Bildung und Gastronomie zuführen. Ein entsprechender Prüfauftrag den Verwaltungsrat im Kultur- und Weiterbildungsbetrieb (KuWeBe) wurde gestellt.

Kulturell anspruchsvolle Achse

Derzeit sind das Kulturbüro im KuWeBe und das Tourismusbüro der Stadt Schwerte in dem Haus untergebracht. „Gehört eine Verwaltung in ein solch schönes Gebäude?“, fragte Angelika Schröder am Mittwoch – es war eine rhetorische Frage. Die SPD möchte das Wuckenhof-Areal beleben, eine kulturell anspruchsvolle Achse von St. Viktor über den Markt und Wuckenhof bis zur Rohrmeisterei und zur WerkstattGalerie JAVANA entwickeln. Es soll eine weitere Perle an der Perlenkette werden. „Zu erwarten ist ebenfalls eine Stärkung der Kunst- und Kulturszene und ihre verbesserte öffentliche Präsenz“, erklärte Andreas Roters. Er erwartet zudem wertvolle Impulsefür die konzeptionelle Entwicklung der KuWeBe-Institute. Vorhandene Gastronomie und die Nachbarschaft sollen in die Entwicklung von Plänen eingebunden werden.

Abstimmung mit Gastronomie

In der Begründung des Antrags, der am 2. Juli in der Verwaltungsratssitzung besprochen werden soll, heißt es:

Gastronomie: Abgestimmt mit den vorhandenen Gastronomiebetrieben komplettiert ein attraktiver und nachfragestarker gastronomischer Betrieb im Wuckenhof das Band zwischen Marktplatz und Rohrmeisterei. Die Gastronomie lädt die Schwerter Bürgerinnen und Bürger ein, das wohl prominenteste Haus der Stadt wieder für sich zu entdecken. Die Gastronomie belebt das Erdgeschoss des Gebäudes und (in den Sommermonaten) den Außenbereich. Zu prüfen ist, ob gegebenenfalls auch das Kellergewölbe für eine Nutzung einbezogen werden kann. Naheliegend ist der Betrieb der Gastronomie durch eine kulturaffine Pächterin oder einen kulturaffinen Pächter.

Öffentliche Werkstatt der KulturInitiative: Schwerte kann auf eine vielfältige Kulturszene verweisen, die sich gegenwärtig in einer KulturInitiative formiert. Mit der „Öffentlichen Werkstatt“ erhalten interessierte Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren und hier auch „vis à vis“ zu den Bürgerinnen und Bürgern zu arbeiten. „Ateliers auf Zeit“ werden gegen geringe Gebühren zur Verfügung gestellt. Kulturschaffende werden eingeladen, genreübergreifend gemeinsame Projekte zu realisieren.

Labor Kulturelle Bildung/Kultur: Der Wuckenhof bietet den Instituten im KuWeBe als Labor wertvollen Raum für die Entwicklung der eigenen Leistungen. Vorrangig sind zwei Zielrichtungen aussichtsreich:

  • als Raum für praktizierte Vernetzung und Kooperation der Institute –B. in Form von Lesungen mit musikalischer Begleitung (Bibliothek/Musikschule);
  • als Raum für die Erprobung und Entwicklung neuer Vernetzungs-Formate, die über den üblichen Angebotscharakter hinausgehen wie z.B. einem gelegentlichen Literatur-Café (Bibliothek) unter Mitwirkung literaturaffiner Bürgerinnen und Bürger oder einem Bildhauerkurs (VHS) in Kooperation mit Künstlerinnen und Künstlern.

Die SPD sieht in der Verknüpfung der nachfolgenden Nutzungen die Chance, „diesen herausragenden Identifikationspunkt der Stadt mit Leben zu füllen und zugleich die kulturelle und künstlerische Vielfalt Schwertes zu stärken und diese an prominenter Stelle sichtbar zu machen.“

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