Sorgenkind Winkelstück: Abschnittsreparatur oder Komplettsanierung – das ist hier die Frage

Villigst. Wird die äußerst marode Straße „Am Winkelstück“ in Villigst doch erst im Jahr 2022 saniert? Oder kommt es im Abschnitt zwischen den beiden Bushaltestellen „Am Kuckuck“ und „Immenweg“ noch in diesem Jahr zu einer Reparatur und zu einem barrierefreien Ausbau der vier Haltestellen? Diese Entscheidung legt die Verwaltung in die Entscheidungshoheit der Politik, die darüber im Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt (AISU) entscheiden muss. Die Alternativen sind:
  • Die Verwaltung wird beauftragt, kurzfristig die nördliche Fahrbahnoberfläche zwischen den Bushaltestellen Immenweg und Am Kuckuck zu sanieren und die Bushaltestellen barrierefrei umzubauen.

  • Die Verwaltung wird beauftragt, einen Straßenraumentwurf für die Gemeindestraße Am Winkelstück von der Bahnunterführung bis zur Kreuzung Elsetalstraße zu erarbeiten, so dass eine Umsetzung in den Jahren 2021/2022 erfolgen kann. Finanzmittel sind zum gegebenen Zeitpunkt in den Haushalt einzustellen.

Wer die Wahl hat…

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auf der einen Seite steht das Versprechen, den besagten Abschnitt noch in diesem Jahr zu reparieren. Immerhin warten viele Villigster und nicht nur die Anwohner der besagten Straße schon mehr als Dekade darauf. Die Verwaltung aber rät, die Straße von der Bahnunterführung bis zur Kreuzung Elsetalstraße komplett zu erneuern. Denn nicht nur die nördliche Fahrbahn in dem zuvor genannten Abschnitt befindet sich in einem schlechten Zustand, sondern ebenfalls die anderen Abschnitte. „Durch die kurzfristige Sanierung des Teilabschnitts werden die weiteren Mängel im Straßenzustand nicht behoben“, heißt es in der Sachdarstellung der Verwaltungsvorlage.

Anwohner zahlen mit

Was die komplette Sanierung kosten würde, hat die Verwaltung noch nicht errechnet. Auf jeden Fall greift das Kommunale Abgabengesetz. Soll heißen: Die Anwohner müssen Straßenausbaubeiträge bezahlen, weil es sich eben um eine Erneuerung der Straße handelt. Das gilt nicht, wenn die Straße repariert und einfach nur eine neue Asphalttrag- und Deckschicht aufgetragen wird. Der Planungsprozess für die Komplettsanierung würde bis in das Jahr 2020 andauern, so dass dann Finanzmittel zur Umsetzung in den Haushalt 2021 eingestellt werden könnten.

Barrierefreie Bushaltestellen

In beiden Fällen kommt es zu einem barrierefreien Umbau der Bushaltestellen. Das kostet 340.000 Euro. 41 Prozent davon werden gefördert, 200.000 Euro verbeiben somit bei der Stadt Schwerte. Der Zuwendungsbescheid liegt noch nicht vor. Allerdings wurde der vorzeitige Maßnahmenbeginn genehmigt. Im Bushaltestellenprogramm der Stadt, das 2016 verabschiedet wurde, sind Bushaltestellen, die an Straßenabschnitten liegen, die erneuert werden, prioritär barrierefrei umzubauen. Aus diesem Grund hat die Verwaltung schon Ende 2017 beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) einen Förderantrag gestellt, um die Bushaltestellen Immenweg und Am Kuckuck barrierefrei umzubauen.

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