Sanierung Rathaus I: Ausschuss und Rat sollen weitere 105.000 Euro freigeben

Schwerte. Das Schwerter Rathaus ist sanierungsbedürftig. Weil noch niemand so ganz genau weiß, wohin die Reise tatsächlich gehen wird und im Wirtschaftslichkeitsvergleich von Instandsetzung bei Bauteilversagen bis hin zum Neubau an einem anderen Standort alle Möglichkeiten auf den Prüfstand kommen werden, hatte der Rat in seiner Julisitzung erst einmal 190.000 Euro für Notmaßnahmen freigegeben. Jetzt soll der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen am Montag in seiner Sitzung weitere 105.000 Euro auf den Weg bringen, einen Sperrvermerk entsprechend aufheben und damit einer Vorlage der Verwaltung folgen. Das Geld steht im Haushalt und ist ein Teil der Investitionsmaßnahme „Sanierung Rathaus I“, für die insgesamt 825.000 Euro veranschlagt sind.

Der Rat entscheidet

Die 105.000 Euro kommen aus der Position „Weiterführung Gutachten und Fachplanung“. Ursprünglich waren hier 225.000 Euro angesetzt, doch soll die vorgesehene Fachplanung für die technische Gebäudeausrüstung und die Brandmeldeanlage (rund 100.000 Euro) sowie die energetische Untersuchung des Gebäudes (rund 15.000 Euro) zunächst nicht beauftragt werden. Hier soll zunächst die Reform der Bundesgesetzgebung zur Energieeinsparung und dem Einsatz erneuerbarer Energien abgewartet werden. Jetzt geht es um Tragwerksplanung und Fachplanung Brandschutz, Baustoffgutachten, Schadstoffgutachten, Baugrunduntersuchung sowie weitergehende Untersuchungen und Fachplanerleistungen.

Der Rat der Stadt Schwerte trifft in seiner Sitzung am 26. September (17 Uhr Aula Friedrich-Bährens-Gymnasium) die Entscheidung in dieser Angelegenheit.

Die komplette Verwaltungsvorlage für den Finanzausschuss und den Rat findet sich hier.

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Kommentare

Comments

  • Reinhard Streibel 16. September 2018 at 10:34

    Als grünes Mitglied im zuständigen Fachausschuss, dem Baubeirat, haben wir dem Vorhaben der Verwaltung in der oben beschriebenen Form gerne zugestimmt, weil es sich um eine sehr sparsamere Vorgehensweise als noch zuletzt geplant handelt. Während zuvor noch zusätzlich ca. 400.000 Euro für eine externe Projektsteuerung vorgesehen waren, soll mit den Gutachten jetzt eine Grundlage dafür geschaffen werden, wie das Rathaus saniert werden kann oder ob andere Alternativen erwägt werden müssen.
    Somit wird jetzt richtigerweise ein Informationsstand als Basis für die nötigen weiteren Beratungen und Entscheidungen geschaffen. Niemand weiß bisher genau, was sich im Rathaus im Detail hinter Verkleidungen, unter dem historischen Dach, bei der Aufhängung des Kuppeldaches über dem Ratssaal, im Baugrund unter dem Rathaus usw. verbirgt. Insofern machen die verschiedenen Begutachtungen Sinn.
    Eine teure, externe Projektsteuerung ist in diesem Stadium, wo ja noch gar nicht gebaut wird und wo noch keine Bau-Entscheidungen in der einen oder anderen Richtung gefällt wurden, nicht nötig und ohne weiteres verzichtbar.

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