Ruhr-Open-Art – für Freunde der Bildhauerkunst

Schwerte. Jan van Nahuijs bittet aufs Plateau: Am Sonntag geht im Landschaftspark hinter der Rohrmeisterei ein ganz neues Format über die Bühne. Es nennt sich „Ruhr-Open-Art“, beginnt um 11 Uhr und soll Freunde der Bildhauerkunst bis 20 Uhr anlocken. Dort, wo außergewöhnliches Schaffen schon alleine durch die Installationen von Rosemarie Trockel, Kazuo Katase oder Johan Tahon eine große Rolle spielt, dort soll die Kunst im öffentlichen Raum noch mehr Qualität erfahren.

Tobias Bäcker, Chef der Bürgerstiftung Rohrmeisterei, und der Schwerter Künstler Jan van Nahuijs als Ideengeber und Initiator präsentieren das neue Format, das auch bei Bürgermeister Dimitrios Axourgos viel Anklang findet. „Der spezielle Anspruch und die Qualität sind der Grund dafür, dass ich die Schirmherrschaft übernommen habe“, erklärt der Verwaltungschef. Man wolle Künstlerinnen und Künstlern einen Platz in Schwerte bieten – zumal das Projekt auch langfristig angelegt ist.

Projekt soll ausstrahlen

„Wir wollen den Versuch unternehmen, „Ruhr-Open-Art“ auf einem gehobenen Niveau zu etablieren“, beschreibt Jan van Nahuijs seine Absichten. Das Format soll ausstrahlen, am besten sogar über die Region und das Land hinaus. Am Sonntag gibt es schon 26 Künstlerinnen und Künstler, die bei der Premiere mitmachen wollen. Das ihm eigene Merkmal des Projekts ergibt sich aus den Objekten. Zu sehen sein werden ausschließlich Skulpturen, Plastiken und Installationen. Diesen ambitionierten Ansatz wolle man weiter verfolgen, sagt der Künstler, der auch mit Objekten vertreten sein wird. Ansonsten kommen die Künstler aus Osnabrück, Bielefeld, Münster, Essen, Düsseldorf oder Köln.

„Dieses Format schließt eine Lücke im kulturellen Angebot der Stadt“, ist Tobias Bäcker überzeugt. Deshalb auch hat er die Türen der Rohrmeisterei weit aufgesperrt, als ihm Jan van Nahuijs die Idee unterbreitete. Der Schlüssel war möglicherweise die Langfristigkeit, mit der dieses Formatangelegt ist. „Ich bin mehr für die Langstrecke, nicht für Eintagsfliegen“, sagt Tobias Bäcker.

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