Pannekaukenfest als Publikumsmagnet

Schwerte. Die 22. Auflage des Pannekaukenfestes lockte Besucher aus Nah und Fern an. Tausende Menschen flanierten am Wochenende durch die Hansestadt: Das Zusammenspiel von Pannekaukenfest, verkaufsoffenem Sonntag und Kunsthandwerkermeile bewährt sich Jahr für Jahr. All über all der Geruch der frisch gebackenen Schwaierter Pannekauken – und als Sahnehäubchen: ein Wetter vom Feinsten.

Große Diven gaben sich ein Stelldichein

Tina Turner

Susan Kent begeisterte am Sonntagnachmittag die Massen auf der großen Bühne mit ihrer „One-Women-Show“. Es war ein Auftritt vom Feinsten, der den Geschmack der vielen Zuschauer absolut traf. Susan Kent verwandelte sich in mehrere Diven der Musikgeschichte – und sie hat es drauf. Musik quer Beet von Janis Joplin, über Trude Herr, Tina Turner, Whitney Housten, Nena, Shakira, Lady Gaga, Cher, Helene Fischer, Nana Mouskouri oder Andrea Berg – Susan Kent wirbelt über die Bühne, fängt die Massen mit ihrer wandelbaren Stimme, ihren Outfits, ihrer Performance – einfach Klasse. Und wer sich traut, solche Klassiker der Rockgeschichte wie „I will always love you“ von Whitney Houston zu interpretieren, der fällt entweder gnadenlos auf die Fresse oder besitzt eine Qualität, die Ihresgleichen sucht. Und Susan Kent hat zweifellos die Qualität.

La Dolce Vita auf dem Marktplatz

La Dolce Vita gab es mit „Al Bano & Romina Power Tribute Show“ und „Massimo Grande & Anna Estera“.

Zwischen ihren Wechsel von Kleidung, Perücken, Accessoires auf der Bühne, zeigte sie auch noch ihr Talent als humorvolle Entertainerin. Nach einer Stunde voller Power, sollte mit Tina Turner ihre Show enden. Doch das Publikum ließ Susan Kent nicht ohne Zugabe von der Bühne. Und als dann das Halbplayback ausfiel – kein Problem: Susan Kent als Liza Minelli entführte die hingerissen Zuschauer nach New York. Im Anschluss hieß es „Una Fiesta Schwerte“: die „Al Bano & Romina Power Tribute Show“ präsentierte bekannte Songs des italienischen Pop-Duo’s. Authentisch und zum Verwechseln ähnlich ließen sie ein Stück Musikgeschichte wieder lebendig werden.

Schlusswort des Hansevereins-Chefs

Herbert Dieckmann bedankte sprach das Dankes-Schlusswort.

Die 1960er Jahre und die Heimat ließ das „Original Ruhrtaler Moritatentrio Heimatscholle (vorwiegend festkochend“ wieder auf erleben und sorgte für Heiterkeit. Bevor das Duo „Massimo Grande & Anna Estera“ Musik der 1970er bis 1990er Jahre präsentierten, ergriff der Chef des Hansevereins, Herbert Dieckmann, das Mikrofon. Er ist kein Mann der vielen Worte. Es waren Dankesworte an alle Hanseatinnen und Hanseaten („Schwerte ist eine Hansestadt“), an die Standbetreiber und Akteure. Auch erinnerte er an den gestrigen Unfall von Moderator Björn Thiele und wünschte von Herzen beste Genesung. Wichtig war Herbert Dieckmann auch zu erwähnen, dass alles reibungslos abgelaufen sei, und die Standbetreiber zufrieden seien: „Ich habe nichts nachteiliges gehört“.

Der verkaufsoffene Sonntag

Sehr gut besucht – wie alle Fußgängerzonen – auch der neue Boulevard Bahnhofstraße.

Flammkuchen, Crêpes, Pannekauken oder Currywurst statt Sonntagsbraten. Schon am Mittag waren die Stände auf dem Großen Markt und in der Innenstadt dicht umlagert. Pünktlich um 13 Uhr öffneten die Schwerter Geschäfte. Die Menschen flanierten in den Fußgängerzonen und über den neuen Boulevard Bahnhofstraße. Die Einzelhändler lockten mit Angeboten, Neuheiten, Aktionen und hier und da gab es auch etwas zu Naschen oder zu Trinken. Beachzone in der Bahnhofstraße, Tanzvorführungen und Bullenreiten auf dem Steinemplatz, Bücher- und Kindertrödel in der Mährstraße, kindgerecht ging es auf dem kleinen Markt mit Kinderkarussell oder der Rollenden Waldschule zu, die Verbraucherzentrale informierte über Superfood und Rechtsirrtürmer und die Stadtwerke über Klimaschutz in Schwerte. Stündlich belustigte das Kasperletheater in der Bahnhofstraße mit „Kasperle und die Furzelwurzel“, aus der Feder von Uwe Fuhrmann.

Hobbykünster boten allerlei Selbstgefertigtes auf der Kunsthandwerkermeile.

Auf dem Postplatz gab es Fischspezialitäten, Crêpes, Kuchen vom Förderverein der Friedrich-Kayser Schule und natürlich Pannekauken. Die Kunsthandwerkermeile in der Hagener Straße bot Puppenkleidung, Schmuck und unterschiedlichste Accessoires an. Das waren laut Moderator Jörg Pryztow 21 Sunden Programm an drei Tagen. Der sich zudem über das viele Lob der Nachbarn ob der zurückgefahrenen Lautstärke freute. Und die gute Organisation hat mal wieder Schwertes größtes Stadtfest zu einem Publikumsmagneten gemacht.

 

Hier noch einige Fotos vom heutigen Sonntag:

 

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