Nur eine wohlfeile Formulierung

Man kann es drehen und wenden wie man will: Es gibt keine adäquate Alternative zu den beiden Autobahnanschlussstellen zur A1 Richtung Köln und Richtung Bremen. Deshalb bleibt der Schulterschluss von Wirtschaft und Stadt Schwerte nur eine schöne Übung, die Resolution eine wohlfeile Formulierung auf einem Blatt Papier. Oder glauben die Teilnehmer am IHK-Wirtschaftsgespräch allen Ernstes, die Lösung für Verkehrsproblematiken liegt in einer temporären Öffnung der Tank- und Rastanlage Lichtendorf als Bypasslösung in den Sperrzeiten der Anschlussstelle?

Nehmen wir mal als Beispiel die Sperrung der Anschlussstelle Richtung Bremen. Die wird ja kommen im Zuge des Ausbaus der B236, und zwar von Anfang 2020 bis Mitte 2020. Soll dann tatsächlich der Verkehr von der Römerstraße aus über die Neue Dorfstraße oder von Schwerte aus über die schmale Lichtendorfer Straße zur rückwärtigen Anbindung der Raststätte Lichtendorf-Süd geführt werden? LKWs inklusive? Vielleicht übersehe ich ja Aspekte, aber so wie’s formuliert ist, wirkt die Resolution auf mich eher wie ein Schmarrn.

Vielmehr wird es so sein, dass die Menschen, die sich heute und gestern und vorgestern über die Hammerstaus auf der B236 zwischen Tunnel und Autobahn beklagen und beklagt haben, vermutlich gravierende Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen, um die beklagte Verkehrsproblematik gelöst zu bekommen. Wenn es wirklich nicht anders geht, muss man eben sechsmonatige Sperrungen der Autobahn-Anschlussstellen in Kauf nehmen. Die Zeit geht vorbei. Aber die Lösung kann nicht auf der Tank- und Rastanlage Lichtendorf liegen, nicht temporär und dauerhaft sowieso nicht. Denn der Bund hat sich zu einer Anschlussstelle Lichtendorf klar positioniert. Das sollten alle mal endlich zur Kenntnis nehmen und akzeptieren. Die DEGES hat’s ja am Donnerstag noch einmal deutlich gemacht: eine Autobahnauffahrt ist im Zuge des Ausbaus der Raststätte Süd nicht geplant.

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