Mo Asumang: Frisch gebackene Literaturpreisträgerin liest in Schwerte

Schwerte. Wenn Mo Asumang am 7. Oktober (Sonntag) nachmittags nach Schwerte kommt, dann ist sie ganz frisch Trägerin eines ganz besonderen Literaturpreises. Denn der Alfred-Müller-Felsenberg-Preis für aufrechte Literatur wird ihr erst morgens in Unna von Staatsminister a.D. Wolfram Kuschke übergeben. Mo Asumang erhält den Preis für ihr außrgewöhnliches Engagement gegen jede Art von Menschenfeindlichkeit und die daraus entstandene Buchdokumentation „Mo und die Arier“. Einer aus Schwerte ist dann ganz dicht dran: Der Lyriker Thorsten Trelenberg nämlich leitet seit 2015 die Vergabe, sitzt der Jury vor und ist 2012 selbst mit dem Preis ausgezeichnet worden.

Keine Frage, Mo Asumang wird stolz sein auf diesen Preis, wird ihn mitbringen von der Verleihung am Sonntagmorgen im Philipp-Nicolai-Haus in Unna, wo Landrat Michael Makiolla ein Grußwort sprechen und Marc Frese, Präsidentder Auslandsgesellschaft Deutschland, die Laudatio halten wird. Die Lesung in Schwerte beginnt dann um 16.30 Uhr in der Aula des Friedrich-Bährens-Gymnasiums, ist eine Veranstaltung des Westfälischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Kreis Unna. Mit im Boot sitzen das Schwerter Bündnis gegen Rechts, die Justizvollzugsanstalt Schwerte (wo am 9. Oktober eine nicht öffentliche Lesung stattfinden wird) und die weiterführenden Schulen wie das Friedrich-Bährens-Gymnasiums, wie das Ruhrtalgymnasium, die Gesamtschule Gänsewinkel und die Realschule Bohlgarten. FBG, RTG und die Gesamtschule tragen den Titel Schule ohne Rassismus. Neben der Öffentlichkeit sind also auch Schülerinnen und Schüler eingeladen, der Lesung zu einem brandaktuellen Thema beizuwohnen.

Patin im Projekt Schule ohne Rassismus

Mo Asumang ist eine deutsche Regisseurin, Fernsehmoderatorin (Liebe Sünde), Schauspielerin, Sängerin, Synchronsprecherin und Filmproduzentin. Sie ist seit 2014 Botschafterin gegen Rassismus für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Sie hat in diesem Jahr eine Video-Installation erstellt mit dem Titel „help me / chapter 1“. In dem Film „The Ghostwriter“ von Roman Polanski ist sie in der Rolle der damaligen US-Außenministeriums Condoleezza Rice zu sehen. 2014 ist ihr Dokumentarfilm „Die ARIER“ erschienen, der ein Jahr später für den Grimme-Preis nominiert wurde. Sie ist zudem Patin im Projekt Schule ohne Rassismus.

„Diese Lesung ist ein wahres Pfund für uns“, sagt Ursula Meise, Sprecherin im Schwerter Bündnis gegen Rechts. „Der Rechtsruck in Deutschland macht uns zu schaffen“, sagt sie. Dirk Harms, Pfarrer in der JVA Schwerte, bestätigt das. „Wir merken, dass da etwas in die falsche Richtung wächst, wir wollen gegensteuern“, begründet er seine Teilnahme an der Lesungsrunde Asumangs durch den Kreis Unna.

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