Mehr Stellflächen für Lkw und Pkw: Tank- und Rastanlage Lichtendorf-Süd wird ausgebaut

Lichtendorf. Für den geplanten Ausbau der Tank- und Rastanlage Lichtendorf-Süd an der A1 Richtung Bremen werden Flächen in Anspruch genommen, die heute noch landwirtschaftlich genutzt werden und die südlich der viel zu klein gewordenen Raststätte liegen. Von der dann insgesamt 8,5ha großen Anlage sind dann 4,8ha versiegelt; davon werden 3,3ha im Rahmen des Ausbaus neu versiegelt. Darüber und über den weiteren Stand der Planungen berichtete die DEGES am Donnerstagabend auf einer Bürgerinformationsveranstaltung im Freischütz, zu der rund 70 Menschen kamen.

Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, kurz DEGES, baut nicht nur die B236 um, sondern wird auch die besagte Raststätte ausbauen. Hintergrund ist das immer größere Verkehrsaufkommen gerade im Fernlastverkehr. Und da ist Lichtendorf-Süd zu klein geworden. „Mehr Lkw-Stellplätze für mehr Verkehrssicherheit“ – mit diesem Slogan wirbt die DEGES für den Ausbau auf 170 Stellflächen. Der bisherige Parkbereich wird dann dem Pkw-Verkehr zur Verrfügung stehen. Das ehrgeizige Projekt wurde im Freischütz von Dr. Udo Pasderski, Kopf der DEGES in NRW, und vom Projektabteilungsleiter Ghaddanfar Najajra vorgestellt.

Lärm und Umwelt im grünen Bereich

Ghaddanfar Najajra (l.) und Dr. Udo Pasderski von der DEGES stellten das Vorhaben im Freischütz vor.

Bedenken der Menschen hinsichtlich von Lärm und Umwelt konnten die beiden zerstreuen. So hat das schallschutztechnische Gutachten ergeben, dass sich der Beurteilungspegel an den Wohngebäuden nur um 2db erhöht. Grenzwerte werden damit weder nachts noch tagsüber überschritten, so dass zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen nicht notwendig sind. Auch in Sachen Umwelt sieht die DEGES alles im grünen Bereich. Der gesamte Ausbau werde durch eine Umweltbaubegleitung beaufsichtigt. Noch vor Baubeginn wird ein Ersatzgehölzstreifen angelegt, der Fledermäusen Schutz bieten soll. Nicht zu vermeidende Eingriffe in die Natur werden kompensiert.

Baubeginn nicht vor 2020

Vor dem Jahr 2020 wird der Umbau nicht beginnen. Erst muss das Planfeststellungsverfahren abgewickelt werden. In dieser Zeit müssen auch die Eigentumsverhältnisse der benötigten Flächen geklärt werden. Und dann soll die Maßnahme erst begonnen werden, wenn die Autobahnanschlussstellen wieder geöffnet sind. Schießlich wird eine Schranke die rückwärtige Anbindung an die Raststätte vor unerlaubten Verkehren sichern. Der neue LKW-Parkplatz wird mit einem mindestens zwei Meter hohen Zaun umgeben.

Ein Ausbau der Raststätte Lichtendorf-Nord ist nicht möglich. Noch benötigte LKW-Stellflächen sollen an anderer Stelle zwischen den Autobahnkreuzen Kamen und Westhofen entstehen.

https://nrw.deges.de/projekte/aus-und-neubau-von-parkplaetzen-sowie-tank-und-rastanlagen/ausbau-t-r-lichtendorf-sued-a-1

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