Madeline Pütter ist deutsche Meisterin im Feld- und Jagdbogenschießen

Hördt. Vom ersten bis dritten Juni fanden im rheinland-pfälzischen Hördt die Deutschen Meisterschaften des Deutschen Feldbogen Sport Verbandes (DFBV) statt. Ausgetragen wurde die Scheibendisziplin mit der Bezeichnung Feld und Jagd (F&J)

Mit von der Partie waren auch die beiden Schwerter  Friedrich und Madeline Pütter, jeweils mit dem Compoundbogen. Dieser Wettkampf ging  über drei Tage, da es in diesem Verband drei verschiedene Disziplinen bei Feld und Jagd gibt. Gestartet wurde am Freitag in einem 12 Kilometer  langen Parcours mit Feldauflagen verteilt auf 28 Scheiben, die sich 6 bis 73 Meter mit bekannter Entfernungsangabe entfernt vom Schießpflock befanden. Bei jedem Ziel mussten vier Pfeile geschossen werden, teils von einer Entfernung aus, teils aber auch von vier unterschiedlichen Entfernungen.

Friedrich Pütter schloss den Tag mit 521 Ringen von möglichen 560 Ringen ab, Tochter Madeline konnte mit 538 Ringen wieder zu einer guten Form finden. Am Folgetag wurden die Gruppen, jeweils aus maximal vier Schützen bestehend, in die besten Schützen der jeweiligen Bogenklassen eingeteilt, so dass immer ein direkter Vergleich zwischen den Schützen herrschte, was für zusätzlichen Druck und Belastung sorgte. Die in 6 bis 64 Meter entfernt stehenden Scheiben mit Jagdauflagen in einem 12 Kilometer langen Parcours mussten ebenfalls mit je vier Pfeilen beschossen werden. Durch das schwülwarme Wetter vom Vortag hatten sich reichlich Mücken zusammengefunden, um den Schützen ein wenig mehr zuzusetzen. Friedrich Pütter konnte sich mit 531 Ringen auf den 3.Platz steigern, seine Tochter Madeline hielt sich mit 536 Ringen auf dem am ersten Tag erreichten ersten Platz. Am dritten Tag folgten zum Abschluss dann die Tierbilder, die sich auf den in 10 bis 54 Meter entfernten Scheiben befanden. Hier durften maximal drei Pfeile geschossen werden, traf der erste Pfeil eine gute Wertung war kein zweiter Pfeil mehr nötig. Durch ein starkes Licht- und  Schattenverhältnis aufgrund von sehr viel Sonnenschein waren die Sichtverhältnisse oft sehr eingeschränkt, was durch die kleinen Trefferbilder der Tierbilder nicht vereinfacht wurde. Auch an diesem Tag waren die Mücken zahlreich vertreten, was dieser deutschen Meisterschaft den Spitznamen „Festival der Mücken“  verlieh. Friedrich Pütter konnte sich mit sehr guten 540 Ringen noch auf den 2.Platz schießen und sicherte sich somit mit gesamt 1592 Ringen den Titel des deutschen Vizemeisters. Tochter Madeline zeigte Nervenstärke und blieb mit 538 Ringen an diesem Tag auf dem ersten Platz mit gesamt 1612 Ringen und neuer persönlicher Bestleistung. Sie darf sich nun neue deutsche Meisterin im Feld- und Jagdbogenschießen nennen.

Für die dritte Bogenschützin der Schwerter, Martina Schulte und ihren Recurvebogen, fand in Münster-Hiltrup die Landesmeisterschaft Feldbogen des DSB statt. Diese Meisterschaft wird an einem Tag ausgetragen mit insgesamt 24 Scheiben, 12 davon mit bekannter und 12 mit unbekannter Entfernungsangabe. Der Parcours mit den bekannten Entfernungsangaben wurde auf dem Heimparcours der Hiltruper Schützen ausgerichtet, dieser ist vielen etablierten Feldbogenschützen ein Begriff. Martina Schulte konnte diesen mit 168 Ringen abschließen. Der Parcours mit den in unbekannter Entfernung stehenden Scheiben wurde rund um einen alten Sportplatz aufgestellt, dieser Parcours war neu und brachte somit eine neue Erfahrung. Martina Schulte konnte sehr gute 171 Ringe erreichen, was ihr mit insgesamt 339 Ringen nicht nur eine neue persönliche Bestleistung einbrachte, sondern auch den Titelgewinn der neuen Landesmeisterin.

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