Leuchtturmprojekt vereinbart Familie und Beruf

Schwerte. Wann immer Michael Schlabbach in den letzten Jahren über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen hat, hat er es mit leuchtenden Augen gemacht und getragen von der Überzeugung, dass es sich lohnt, für ein solches Projekt zu kämpfen. Jetzt geht dieses Leuchtturmprojekt in der Kinderbetreuung in Erfüllung, und der Sprecher des Schwerter Bündnisses für Familie konnte sein Glück am Donnerstag bei der Präsentation nur in emotionale Worte fassen. „Ich bin stolz auf unser Bündnis, freue mich für unsere Stadt und leite einen wahnsinngen Dank an das Unternehmensnetzwerk und an die Stadt Schwerte“.

Mit den Unterschriften von Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Angelika Kirstein von der Kinderhaus Rasselbande gGmbH sowie Philipp Halbach und Egon Schrezenmaier als Mitglieder der Investorengemeinschaft wurde am Donnerstag in der Rohrmeisterei das Projekt einer flexiblen und unternehmensnahen Kinderbetreuung auf den Weg gebracht. So wird im Nattland in Westhofen das Kinderhaus Rasselbande entstehen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Schwerter Unternehmen (Diagramm Halbach, Marienkrankenhaus Schwerte, Schrezenmaier Kältetechnik, Sparkasse, Stadtwerke, Wirtschaftsförderung und Rohrmeisterei) mit der Stadt Schwerte. Träger ist die Kinderhaus Rasselbande gGmbH. Die Projektpartner gehen mit dieser Einrichtung neue Wege in der Kinderbetreuung und schließen eine Lücke im kommunalen Angebot, um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten.

60 Plätze und Spontanbetreuung

Das Kinderhaus wird 60 Plätze in drei Gruppen haben. Dazu kommt die so genannte Spontanbetreuung. Geöffnet ist das Kinderhaus im Kern werktags von 7 bis 18 Uhr, es können aber noch zwei weitere Stunden bis 20 Uhr gebucht werden. Zwölf Arbeitsplätze werden in Westhofen entstehen und die flexible Kinderbetreuung sichern. Sie steht nicht nur Kindern von Eltern aus Schwerter Unternehmen zur Verfügung, sondern generell allen Interessierten. „Unsere Kita wird sich durch besondere Flexibilität im Hinblick auf die Betreuungszeiten auszeichnen“, erklärte Angelika Kirstein. „Darüberhinaus werden wir ein Betreuungsangebot für Geschwister in Schulalter und eine Spontanbetreuung ermöglichen“.

„Ein historischer Tag“

Das Projekt fällt auch in der Stadtverwaltung auf fruchtbaren Boden. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mir ein wichtiges Anliegen“, unterstrich Bürgermeister Dimitrios Axourgos. „Deswegen hatte die Realisierung dieses wegweisenden Vorhabens für mich hohe Priorität. Das ist heute schon ein historischer Tag und für eine Bildungsstadt ein ganz großer Sprung nach vorne“.

Die Schwerter Familienunternehmen Diagramm Halbach und Schrezenmaier Kältetechnik gehören nicht nur dem Netzwerk an, sondern sie sind auch als Investoren des Kindergartens engagiert. „Die Fachkräftegewinnung und -sicherung wird in Zukunft einen immer höheren Stellenwert für den Erfolg von Unternehmen haben“, sagt Philipp Halbach. „Die Investition in den Kindergarten im Nattland ist daher eine sehr langfristige Investition in eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Und Egon Schrezenmaier ergänzt: „Für die Unternehmen im Netzwerk steigen mit unserer Kita die Chancen, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen frühzeitig wieder in das Berufsleben zu integrieren. Wir hoffen, bis zum Jahresende 2019 unser Bauvorhaben im Nattland realisiert zu haben“.

www.kinderhaus-rasselbande.de

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