Leander Kösers Schuss ins Garenfelder Glück zwingt den VfL in die Knie

Fußball-Bezirksliga 6: SC Berchum/Garenfeld – VfL Schwerte 3:2 (1:1)

Kurz vor Schluss vollendete Texte hätten Journalisten am Sonntag in die Tonne kloppen können. Denn als sich alle im Garenfelder Waldstadion schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten, schlug’s ein im Kasten der VfLer. Leander Köser hämmerte den Ball nämlich zum Siegtreffer für den SC ins Gehäuse des VfL Schwerte. Da waren gut 95 Minuten gespielt, keine fünf Sekunden später beendet Schiedsrichter Kilinc die Partie – unglücklicher kann man nicht verlieren, glücklicher nicht gewinnen.

Trotzdem bringt’s dem SC gar nichts. Zwar ist das Team von Trainer Dieter Iske auf den zweiten Platz vorgerückt, aber weil RW Lüdenscheid im Spitzenspiel der Liga bei der SpVg. Hagen 11 das Nachsehen hatte, beträgt der Rückstand auf Platz 1 weiterhin acht Punkte – uneinholbar angesichts der Konstanz des Topfavoriten. Und der VfL? Der ist auf den sechsten Platz zurückgefallen, liegt 13 Punkte zurück – die Planung der neuen Saison kann beginnen… .

Unterhaltungswerte

Die Meinungen, ob das Verfolgerduell ein gutes gewesen ist, gingen im Garenfelder Waldstadion auseinander. Die beiden Trainer Dieter Iske und Jörg Silberbach waren zufrieden mit den Vorstellungen ihrer Teams. Andere wiederum bemängelten strukturelle Probleme im Aufbauspiel beider Mannschaften. Weil sich gerade hier hüben wie drüben immer wieder Ballverluste einschlichen, ging es hektisch hin und her, großartige Chancen blieben Mangelware. Aber die läuferische Bereitschaft war auf beiden Seiten ausgeprägt, das Engagement stimmte, und so hatte das Spiel durchaus Unterhaltungswerte.

Als VfL-Keeper Stefan Ladkau nach 17 Minuten den Ball nicht festhalten konnte, war Alexander Rüster zur Stelle und traf zum 1:0. Das wollten die Blau-Weißen nicht auf sich sitzen lassen; sie eroberten sich mehr Anteile und kamen durch Robin Heuft zum verdienten Ausgleich (33.). Turbulenter ging’s in Halbzeit zwei zu. Da schenkte der Unparteiische dem VfL nach 60 Minuten einen Elfmeter, den Alexander Bahr sicher verwandelte. Ein herrliches Freistoßtor von Thomas Koblitz brachte dem SC das 2:2 (66.). Danach zeigte Stefan Ladkau seine Klasse, als er den Ball nach einem Schuss von Georgios Ntontos zur Ecke lenkte. Der Schreck fuhr den VfLern in der 89. Minute in die Glieder, als Schiri Kilinc nach einem angeblichen Foul von Robin Heuft an Ntontos auf Strafstoß entschied – eine Konzessionsentscheidung? Doch brachten die Platzherren den Ball nicht unter. Der Rest ist bekannt. Seit Sonntag trägt der VfL Trauer.

Zum Spiel

Ergebnisse und Tabelle

Das sagten die Trainer (zuerst Dieter Iske, dann Jörg Silberbach):

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