Kommune mit Zukunft geht nur mit Gleichstellung

Schwerte. Birgit Wippermann ist sich sicher, gelingende Gleichstellungspolitik ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen, „also auch für unser Schwerter Gemeinwesen“. Kontinuierlich ist sie mit zahlreichen Aufgaben mit einer großen Bandbreite von Themen befasst. Da geht es zum Beispiel um Feminismus heute, Gender und Stadtentwicklung, Geschlechtergerechtigkeit in der Verwaltung oder die Integration von zugewanderten Frauen.

So traf sie mit ihren Kolleginnen im Kreis Unna die Bundesministerin Dr. Franziska Giffey auf der Bundeskonferenz der Gleichstellungbeauftragten in Karlsruhe. Diese unterstrich: „Fast 70 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes ist die Gleichstellung noch nicht in bester Verfassung. Aktuelle Zahlen belegen noch immer gravierende Schieflagen in Sachen Gleichstellung.“ „Die mangelnde Heranziehung von Frauen zu öffentlichen Ämtern und ihre geringe Beteiligung in den Parlamenten ist schlicht Verfassungsbruch in Permanenz.“,  sagte bereits 1949 Dr. jur. Elisabeth Selbert, „Mutter“ des Artikel 3, Absatz 2 Grundgesetz. Auch 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechtes mangelt es erheblich an weiblichen Abgeordneten insbesondere in Leitungsfunktionen.

Politische Partizipation

Hier knüpft Birgit Wippermann an, Frauen zu motivieren sich mit Politik und Verwaltung zu befassen. Die dortigen Entscheidungen bestimmen den Alltag, das Leben von Bürgerinnen in Schwerte. In ihren Kursen mit der VHS ruft sie regelmäßig Frauen zur politischen Partizipation auf. So gibt es am 9. Januar um 18 Uhr wieder ein Stimmtraining für Frauen mit Kerstin Brix, die auf dem Weihnachtsweibsbilderabend brillierte. Am 22. Januar stehen Ratsfrauen Rede und Antwort und am 29. Januar stellen die Schwerter Parteien interessierten Frauen ihre frauen- und gleichstellungspolitischen Themenschwerpunkt vor. Alle Veranstaltungen finden in der VHS statt und die beiden zuletzt genannten starten um 19 Uhr.

Im Bündnis mit der AG Frauengruppen

Im Bündnis weiß sie sich mit der Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen, die jüngst die Stadtmedaille erhalten hat. Ein toller Erfolg für das Netzwerk, welches wichtige frauenpolitische kommunale Themen aufgreift. „Die drei Sprecherinnen, Gudrun Körber, Helga Hübner und Jennifer Sandhu sind mutig und optimistisch, so dass wir gemeinsam vieles bewegen können.“ „Der Verfassungsauftrag Gleichstellung verbindet uns in unserem Ziel und unserer Überzeugung, dass Frauen alles erreichen können. Dort wo Gewalt, Sexismus oder gläserne Decken dies verhindern, müssen wir weiter an Lösungen arbeiten.“, fordert Birgit Wippermann.

Lohngleichheit

Kommunale Gleichstellungsarbeit setzt sich neben den wichtigen Themen wie Gewalt gegen Frauen und Lohngleichheit für Frau und Mann mit neuen Entwicklungen auseinander und bewertet diese gleichstellungspolitisch. Dabei orientiert sie sich an gesellschaftspolitischen Veränderungen, deren Auswirkungen als erstes auf der kommunalen Ebene spürbar sind. So arbeitet Birgit Wippermann  im Netzwerk Schwerte_zusammen eng mit Akteur*innen aller örtlichen Bildungsinstitute mit. Gemeinsam mit diesen setzt sie sich für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt, für Respekt, Toleranz und Mitmenschlichkeit und für eine demokratische nachhaltige Gesellschaft ein.

Infos bei birgit.wippermann@stadt-schwerte.de oder Tel. 02304-104-691

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