Kartoffelfest mit Showeinlagen

Dortmund-Holzen. Gut besucht war das Kartoffelfest auf der Schützenwiese in Dortmund-Holzen. Veranstaltet vom Schützenverein und der Interessengemeinschaft Holzen Aktiv e.V., hat der Vorsitzende beider Vereine, Dirk Hanné, das diesjährige Fest organisiert, und zwar in einer anderer, mit Show-Einlagen aufgepeppten Form.

Natürlich stand die Kartoffel in zig Variationen im Mittelpunkt: als Pellkartoffel, die kostenlos an die Kinder ausgegeben wurde, Bratkartoffel, Reibeplätzchen, Kartoffelwurst, Kartoffelsuppe und, damit auch alles gut bekömmlich ist, auch in Form von Schnaps. Der auch den Jury-Mitgliedern, die beim Kartoffelcontest über den besten hausgemachten Kartoffelsalat entscheiden mussten, gut bekam.

Die alten Kartoffelsorten fanden ihre Abnehmer respektive Abnehmerin.

Dirk Hanné schmiss sich in gleich mehrere Gewänder: zum einen moderierte er das Fest, nicht ohne die Besucher mit dem Spielstand des BVB auf dem Laufenden zu halten, dann verkaufte er alte Sorten Kartoffeln, angebaut in Warendorf, da kostete das Kilo ab 4 Euro aufwärts: „Die sind nicht so ertragreich, wie die handelsüblichen“, erklärte der eloquente Organisator. Ja und dann sein Auftritt als Friedrich der Große, der der Kartoffel in Deutschland zum Durchbruch verhalf.

Friedrich der Große begnadigte Dolf Mohr

Der Kartoffelkönig wurde von der Schwerte Stadtwache zu seinen Untertanen begleitet. Er verlas den Kartoffelbefehl „Circular-Order“ vom 24. März 1776, in dem der Anbau der Kartoffel vorgeschrieben wurde. Die Besucherinnen und Besucher erfuhren auch noch einiges über die Kartoffel: von der Geschichte zur Verbreitung, die Kartoffel als Medizin, über die Kartoffeldiät bis hin zum Gesundheits- und Nährwert des Erdapfels.

„Da hat es den Richtigen getroffen“, rief ein Gast der Stadtwache zu.

Ja, und dann sollte sich auch noch der Räuber Dolf Mohr rund um die Schützenwiese treiben. Hatte auch etwas mit der Kartoffel zu tun: Mohr soll den Reichen die Kartoffeln geklaut haben um sie der hungrigen armen Bevölkerung zu geben. „So hat auch Mohr dazu beigetragen, die Kartoffel unter das Volk zu bringen“, schlussfolgert Dirk Hanné. Doch ein Räuber in der Umgebung eines Festes geht doch nicht. Die Schwerter Stadtwache hatte den Befehl, den Räuber zu fangen und mit dem Schandpfahl abzuführen. Was auch geschah. Mohr, alias Ferdinand Ziese, wurde aufgespürt. Doch er hatte Glück. Friedrich der Große begnadigte Mohr, schließlich hatte er die Kartoffel unters Volk gebracht.

Der Kartoffelschnaps mundete nicht nur dem Kartoffelkönig.

Die Holzener feierten die Kartoffel auf einem rundum gelungen Fest, auf dem auch das flüssige Brot und natürlich der Kartoffelschnaps, den Anwesenden hervorragend mundeten.

 

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