Kampf gegen den Wildtrampler: Wege benutzen und Wiesen meiden

Schwerte. Wildtrampler werden gemeinhin Menschen genannt, die dort Trampelpfade entstehen lassen, wo sie nicht hingehören. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zum Beispiel. Oder auf privatem Grund und Boden. Das ist in den Ruhrwiesen südlich der Kleingartenanlage Amsel der Fall. Kreuz und quer ziehen sich dort Pfade durchs Gelände, das eigentlich der Fauna und der Flora gewidmet ist und das besonders gerne von Hundebesitzern genutzt wird. Das stößt anderen Menschen ganz bitter auf.

Und so hatten Dr. Matthias Geck, in Schwerte bekannt als leidenschaftlicher und erfolgreicher Kämpfer gegen den Riesenbärenklau, sowie Bernd Schulte, Dirk Hülsmann und Werner Dettmer-Prause aus dem Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Schwerte zum Medientermin an die Ruhr geladen. Präsentiert wurden dort neue Schilder, auf den Menschen gebeten werden, auf den Wegen zu bleiben, um so der Verschmutzung durch Hundekot vorzubeugen. Immerhin dienen besagte Flächen der Nahrungsmittelerzeugung für Tiere. Die Trampelpfade sind mittlerweile so breit, das mehr als 1000 Quadratmeter Erntefläche verloren gehen. Und: Wildtrampler und Hunde stören Bodenbrüter. Ihre Ruhezeiten werden von der Landwirtschaft mit Blick auf Pflege und Nutzung berücksichtigt.

Eigentumsverletzung

Da die Landwirte als Pächter alleinige Nutzer der Wiesen sind, stellt das unerlaubte Betreten und Niedertrampeln eine Eigentumsverletzung dar. Trampelpfade behindern zudem die Filterfunktion in der Wasserschutzzone. Die Verunreinigung der Wiesen birgt darüber hinaus Gesundheitsgefahren für das Vieh als „Endverbraucher“. Bernd Schulte: „Landwirtschaft und Erholungsraum müssen sich nicht widersprechen. Was wir aber dringend wieder brauchen, ist ein natürlicher  Respekt vor landwirtschaftlichen Nutzflächen. Unser Vieh verdient gutes und sauberes Futter!“

Schilder weisen den Weg

Um Spaziergänger davon abzuhalten, illegale Trampelpfade zu nutzen, haben die Landwirte nicht zu übersehende Schilder aufgestellt. Diese appellieren an die Spaziergänger, die Wiesen nicht zu betreten, sondern die vorhandenen Wege zu nutzen und erklären zugleich den Zusammenhang von Heugewinnung und Tierfutter. Der westfälisch-lippische Landwirtschaftsverband, der diese Aktion unterstützt, hat gute Erfahrungen mit derartigen Hinweisschildern gemacht.

Verantwortungsbewusstsein

Auch die Aktiven vom Projekt „Riesenbärenklau Schwerte“ wünschen sich, dass die Ruhrwiesen unangetastet bleiben. Schließlich haben sie rein ehrenamtlich alle Ruhrwiesen sowie das Ruhrufer von der wuchernden Giftpflanze befreit. Bei einer der Ruhrwiesen wurden bereits über 3.000 dieser gefährlichen Pflanzen ausgegraben, damit das Gras wieder breitflächig wachsen kann. Dr. Matthias Geck: „Die Mitglieder unseres Teams haben viel Zeit und Energie in die gut sichtbare Sanierung unserer schönen Ruhrlandschaft gesteckt. Daran können sich alle erfreuen, sie sollten sich dafür aber auch verantwortungsbewusst verhalten.“

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Comments

  • Eckehard Weist 11. August 2018 at 13:14

    Gut, dass die derzeit unschöne Situation nunmehr öffentlich gemacht worden ist. Viel Schaden wird durch derart verantwortungsloses Verhalten angerichtet. Wir Schwerter Bürger sollten Stolz auf unsere Ruhrwiesen sein und diese Naturlandschaft pflegen und achten.

    Reply

Über den Autor