IHK-Handelsreport sieht gute Strukturen für eine digitale Einkaufsstadt

Unna/Schwerte. In den größeren Innenstädten des Kreises Unna wie Unna, Lünen, Schwerte, Kamen oder Werne gibt es oft noch Nachholbedarf bei „Multichannel-Fähigkeit“ und Internetpräsenz. Die vorhandenen Strukturen bieten aber gute Voraussetzungen für eine digitale Einkaufsstadt. Dazu zählen strukturelle Rahmenbedingungen ebenso wie eine attraktive Nutzungsmischung aus Handel, Gastronomie, Dienstleistung und Kultur. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Handelsreport Kreis Unna, der jetzt von der IHK vorgelegt worden ist. Er analysiert die Strukturen des kommunalen Einzelhandels.

Mit dem Handelsreport Kreis Unna bietet die IHK Betreibern, potenziellen Investoren und Interessierten einen guten Überblick über die Einzelhandelsstrukturen in den zehn Kommunen des Kreises Unna. „Eine starke und wettbewerbsfähige Einzelhandelslandschaft im Kreis Unna und der gesamten Region ist wichtig. Lebendige und attraktive Innenstädte und Stadtteilzentren können nur durch das Zusammenspiel von Einzelhandel, Gastronomie, Verwaltungseinrichtungen und Kultur- und Freizeitangeboten florieren. Dabei dient der Einzelhandel nach wie vor als Frequenzbringer“, sagt IHK-Geschäftsführer Ulf Wollrath

Der IHK-Handelsreport Kreis Unna 2016 steht auf www.dortmund.ihk24.de als PDF zum Download zur Verfügung

Kernaussagen zum Handelsreport

·        Die zehn Kommunen im Kreis Unna sind von sehr unterschiedlichen Siedlungs- und Handelsstrukturen geprägt. Neben traditionellen Einkaufsinnenstädten und einigen leistungsstarken Fachmarktstandorten gibt es auch ländliche Teilräume mit lediglich Nahversorgungsangeboten.
·        Der stark wachsende Onlinehandel verändert die bisherigen Standortbedingungen für alle Marktteilnehmer erheblich: Vor allem Anbieter von typischen Innenstadtsortimenten (Bekleidung, Schuhe, Sport, Spielwaren, Bücher, Elektronik) haben bereits große Marktanteile verloren. Viele Unternehmen möchten zum „Multichannel“-Anbieter werden und den Online-Boom nutzen, oftmals fehlen aber die Voraussetzungen.

·        Damit die Kommunen auch in Zukunft ein attraktives Einzelhandelsangebot anbieten können, müssen die Akteure vor Ort ihre Zusammenarbeit intensivieren und das Standortmarketing auf die Bedürfnisse der Zielgruppen einstellen. Kaum ein Unternehmen wird dieser Herausforderung allein begegnen können. Eine lokale oder regionale Onlineplattform mit bequemem Zugang zu allen relevanten Informationen und Dienstleistungen entsteht nur, wenn möglichst alle Anbieter daran beteiligt sind.

·        Die gute Nachricht: Auch die mit dem Internet und dem Smartphone aufgewachsenen „Digital Natives“ halten sich gerne in attraktiven Innenstädten auf und werden ihr Geld dort ausgeben, wenn das Angebot stimmt.

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