HSG verliert gegen Hagen nach Leistungseinbruch in der Offensive

Handball, Landesliga Männer: HSG Schwerte/Westhofen – VfL Eintracht Hagen 2 28:29 (17:12).

Weil die HSG in der zweiten Halbzeit keinen Tritt mehr fassen konnte, hat sie nach einer vielversprechenden ersten Halbzeit das erste Heimspiel der Saison knapp verloren. Eine Frage ist: Hat Torwart Daniel Evangelou am Ende die falsche Entscheidung getroffen, als er auf die Karte Gegenstoß setzte, der lange und nicht ganz präzise Ball aber vom durchgestarteten Julian Kockskämper nicht aufgenommen werden konnte?

20 Sekunden waren in einer sehr spannenden Schlussphase noch zu spielen, als die HSG beim 28:28 den Ball ergatterte – Zeit genug also, den einen Punkt zu sichern und vielleicht sogar noch einmal zum Abschluss zu kommen. Der fehlgeschlagene Gegenstoß aber brachte den VfL 14 Sekunden vor dem Ende in Ballbesitz, sein letzter Angriff mündete quasi mit der Schlusssirene in einen Siebenmeter. Den verwandelte Johannes Nottelmann gegen Mike Krüner, die an und für sich unnötige Niederlage war perfekt.

Trainer schützt Torwart

Trainer Mischa Quass macht Daniel Evangelou keine Vorwürfe.

Auch wenn sich Schwertes Trainer Mischa Quass über den Siebenmeter ereiferte und er den Unparteiischen den Marsch blies, auch wenn Daniel Evangelou besser nicht zum Gegenstoß abgeworfen hätte, lässt sich die Niederlage weder an den Schiris noch am Schlussmann festmachen. „Natürlich kann man den Ball auch runternehmen, aber wir wollten das Spiel gewinnen und Julian war völlig frei“, stellte sich Mischa Quass vor seinen Schlussmann, der in Abstimmung mit seiner Abwehr eine ganz starke erste Halbzeit gespielt hatte, dann aber auch nicht mehr alles ausbügeln konnte, was die Gastgeber im Angriff versemmelten. Hier hat die HSG das Spiel verloren.

Denn was in der ersten Halbzeit mit dem starken Rückraum mit Dominik Thäsler, Toni Mrcela, Sönke Brass, Nico Paukstadt und Niklas Linnemann offensiv noch so wunderbar klappte, ging in Durchgang zwei in die Hose. Klar, im Schwerter Rückraum spielte die Musik, da musste Hagen einfach nur etwas offensiver operieren, um dem Schwerter Spiel die Kraft zu nehmen. Jede Wette, dass es den verletzten Außen Alexandr Denissov und Tim Gurol ebenso kräftig in den Fingern gejuckt hat wie auch Dominik Yaltzis. Sie mussten aber tatenlos mit ansehen, wie der Vorsprung schmolz und am Ende auch das Unentschieden nicht gehalten werden konnte. Das 11:17 in der zweiten Halbzeit spricht eine deutliche Sprache.

Das sagte Trainer Mischa Quass:

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