Hochdruck vor der Sommerpause: Chris Kramer & Friends beigeistern im Summer Special

Schwerte. Auf Wetterprognosen kann man sich heutzutage nicht unbedingt verlassen. Ging der Trend Ende Mai noch in Richtung wolkenlosem Himmel, war Chris Kramer elf Tage danach gut beraten, sein Summer Special Open Air unters Tonnendach der Rohrmeisterei zu verlagern. So trotzte der Bluesmusiker, Entertainer und Cheforgansisator der Reihe „Rohrmeisterei unplugged – Chris Kramer & Friends“ dem Regen, der so richtig keiner werden wollte.

Maximilian Paroth

Chris Kramer

Krachend voll war die Halle 2 der Rohrmeisterei zwar niht geworden, aber die, die da waren, mussten ihr Kommen nicht bereuen. Nun kennt man in Schwerte Chris Kramer & Beatbox`n´Blues zur Genüge, aber es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich der Beatboxer Kevin O’Neal als Solist und Schlagzeugersatz so alles raushaut. Auch am Donnerstag schürte er von Takt zu Takt die nackte Begeisterung im Publikum, das schon angefixt worden war durch den Auftritt des Keyboarders  Maximilian Paroth, der zusammen mit dem Gitarristen Sean Athens gemeinsame Sache machte und die nicht verhehlen wollten, dass Wurzeln ihrer Musik auch im Rock liegen.

Rap & Blues

Leidenschaftlich: Sean Athens

Dass Sean Athens ein Meister seines Instruments ist, weiß in Schwerte mittlerweile jeder. Chris Kramer & Beatbox`n´Blues lebt nicht nur von der Harp Chris Kramers oder vom Beatboxing eines Kevin O’Neals, die Band lebt ganz besonders von der Art und Weise, wie Sean Athens Gitarre spielt. Da steckt Kraft drin und Leidenschaft. Trotzdem: Die Ode an Bo Diddley namens „Bo“ würde ich gerne mal mit einem Bass im Untergrund hören – andere Lieder natürlich auch.

Engagiert: Dennis Buss

Was folgte, hat die Schwerter Musikwelt auch noch nicht erlebt. Beatbox’n Blues gepaart mit Rap – der Zeremonienmeister Kramer macht’s möglich. Der Blues, Beatboxing und Rap verbanden sich zu einer selten Symbiose. Dennis Buss weiß, was er in seiner Musik transportieren möchte. Er ist seit 2015 als „Pate gegen Rassismus“ an Schulen, Vereinen und Jugendeinrichtungen, in Rap- und Poetry-Slam Workshops mit den Schwerpunkten „Rassismus“ sowie „Drogen- und Suchtprävention“ unterwegs.

Und Jini Meyer? Die ehemalige Frontfrau der bekannten Band „Luxuslärm“ fesselte die Zuschauer bis zur letzten Minute eines langen Abends, ließ – begleitet von ChrisKramer, Kevon O’Neal, Sean Athens und Maximilian Paroth – hören, warum sie auch Rockröhre genannt wird.

Jetzt legt Chris Kramer erst einmal eine Sommerpause ein. Am 4. Oktober geht’s weiter in seiner Reihe „Rohrmeisterei unplugged“. Mit wem? Das ist noch nicht bekannt.

 

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