Haushalt, Verkehr und Flüchtlinge: IHK und Stadtvertreter treffen sich

Schwerte. Den konstruktiven Dialog mit der IHK möchte Dimitrios Axourgos weiterhin pflegen und intensivieren. Das sagte der Bürgermeister anlässlich eines Besuchs von Mitgliedern der IHK-Vollversammlung und Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Der attestierte den Schwerter Unternehmern Philipp Halbach und Jörg Prüser, beides Mitglieder der Vollvrsammlung. Beide setzten sich jederzeit für sie Belange der Ruhrstadt ein.

Im weiteren Verlauf des rund zweistündigen Zusammentreffens ging es um die „Dauerbrenner“ Haushalt, Verkehr, Ausbildung und die Integration von Flüchtlingen. Schwertes Kämmerin Bettina Brennenstuhl wies noch einmal auf den für die Jahre 2018 und 2019 geplanten ausgeglichenen Haushalt hin. Stadt Schwerte und IHK waren sich in ihrem Bestreben darin einig, dass weitere Konsolidierungen nicht zu Lasten der Gewerbetreibenden gehen sollten.

B236 im Fokus

Im Fokus bleibt auch der Ausbau der B236: Da offenbar in diesem Jahr nicht mehr mit dem Baubeginn zu rechnen sei, erwarten Stadt und IHK nun klare Transparenz bei der Kommunikation und ein optimiertes Baustellenmanagement des ausführenden Unternehmens DEGES. Fachbereichsleiter Adrian Mork hatte zwar einerseits auf viele Straßensanierungen innerhalb der Stadt verwiesen, er unterstrich aber auch, dass der Ausbau der B236 in den nächsten Jahren eine Belastung für die Stadt darstellen wird.

Größte Sorgen überwunden

Weitaus entspannter  verlief die Diskussion der Flüchtlingssituation. Der erste Beigeordnete Hans-Georg Winkler sieht gute  und effiziente Flüchtlingsarbeit in der Ruhrstadt, so dass zunächst die größten Sorgen überwunden seien. Allerdings müsse die Stadt erhebliche Aufwendungen leisten, um die Integration weiter voranzutreiben. „Die Anstrengungen bleiben nicht zu unterschätzen“, sagte er.  Philipp Halbach wünschte verstärkte Bemühungen des Jobcenters bei den Bewerbungen von Flüchtlingen im Rahmen der dualen Berufsausbildung. Es müsse in erster Linie gelingen, junge Menschen in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen.

Abschließend gab Schreiber noch positive Zahlen im Bereich der Berufsausbildung für Schwerte bekannt. Zum Stichtag 30. April liege die Ruhrstadt mit 61 neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen um 17,3 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Auf die Frage, woher diese stolze Zahl komme, hatte der IHK-Chef eine einfache Antwort parat. „Die Unternehmen haben erkannt, dass sie dem anbahnenden Fachkräftemangel nur mit eigen ausgebildeten Jugendlichen begegnen könne.“

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