Handball: Der Startschuss für die HVE und die HSG fällt am Wochenende

Schwerte/Villigst. Wenn es um die Favoriten für die Meisterschaft in der Handball-Landesliga geht, dann wird auch immer wieder mal die HVE Villigst-Ergste genannt. „Lass sie alle reden“, sagt Trainer Thorsten Stange. Genau! Denn wer ganz genau hinguckt, der könnte auch die HSG Schwerte/Westhofen auf den Schild heben – bei den personellen Voraussetzungen! Aber in Schwerte hat man schon vor dem ersten Spieltag Sorgen. Und auch die HVE wird nicht in Bestbesetzung in die Saison starten.

HVE Villigst-Ergste – DJK SG Bösperde (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Gänsewinkel, Grünstraße 70).

Ob Fabian Bleigel auflaufen kann? Beim Medientermin am Dienstag lief der Rückraumspieler nicht ganz rund. Im Testspiel gegen Bommern hat er sich eine Knieverletzung zugezogen – nichts schwerwiegendes, aber immerhin eine, die ein Fragezeichen hinter seinem Namen macht. Privat verhindert sind Felix Ständker, Hendrik Hollatz und Jannik Lehmann. Gerade Ständker, der Routinier, könnte im Abwehrverband fehlen, wenn es gegen Bösperde geht. Der Gegner ist keinesfalls aus Pappe, verlor in der vergangenen Saison zwar beide Spiele, das allerdings mit 16:19 im Gänsewinkel und mit 21:25 zuhause relativ knapp.

Die HVE hat sich eingespielt im Jahr 1 nach dem Aufstieg in die Landesliga. Probleme gab’s am Anfang, später hatte die Mannschaft das meiste im Griff, landete in der Abschlusstabelle auf dem vierten Platz. Das ist eine Platzierung, mit der sich Thorsten Stange anfreunden könnte. Und wenn’s mehr werden würde? „Ich kann die Landesliga nur schwer einschätzen, weiß nicht genau, was auf uns zukommen wird“, sagt der Trainer. Natürlich weiß auch er um die Stärken seiner Mannschaft, weiß genau, dass die HVE nach der Rückkehr von Jonas Mag und Jan Speckmann einen Rückraum hat, nach dem sich andere in der Liga ihre Finger nach lecken würde. Trotzdem, „von Aufstieg ist bei uns keine Rede“. Aber vom Gewinnen. Und vom Gewinnen gegen Bösperde. Also Jungs, haut ihn raus, den guten Auftakt in die Saison.

Das ist die Mannschaft der HSG Schwerte/Westhofen für die neue Spielzeit. Foto: HSG

TuS Wellinghofen – HSG Schwerte/Westhofen (Sonntag 15.20 Uhr SpH Hacheney, Hacheneyer Straße 182).

Man stelle sich nur vor, die HSG könnte laufend aus dem Vollen schöpfen und hätte immer alle Spieler gesund beisammen, Sönke Brass inklusive. Aber der gute Sönke studiert weiterhin im Ausland und wird zum Auftakt fehlen. Und was ist mit Dominik Yaltzis? Mit Alexandr Denissov? Mit Tim Gurol? Alles starke Leute, die aber am Sonntag im Match gegen den Aufsteiger nach Lage der Dinge fehlen werden. Muss deshalb das erste Saisonspiel in die Hose gehen? Nein, muss es nicht.

„Wir sind stärker und breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison“, sagt Trainer Mischa Quass. Und denkt an die Heimkehrer Dominik Thäsler und Toni Mrcela – gute Leute, ohne Frage. Im vergangenen Spieljahr ging es lediglich um den Klassenerhalt. Das ist freilich auch in dieser Saison das Primärziel, allerdings soll der deutlich eher eingetütet werden. Sorgenfrei soll die Saison somit werden, mit einem guten Mittelfeldplatz am Ende – freundliches Understatement? Das wird man sehen und schon am Sonntag erste Aufschlüsse gewinnen. Auf der anderen Seite gibt es einen, der den Schwertern das Leben schwer machen möchte und der die HSG zudem gut kennt: Lars Blömer. Der Theaterintendant aus Schwerte führt auch in Wellinghofen die Regie – mal gucken, ob’s ein Krimi wird. Oder ein Stück aus dem Gruselkabinett.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor