Gemeinschaftsaktion: Quartiersprojekt, GWG und TFG säen Blumen für die Bienen

Schwerte. „Bienen! Immen! Sumseriche!“ – so beginnt eine Ode an die Bienen des 1979 verstorbenen deutschen Komikers Heinz Erhardt. Schon lange vor dem aktuellen Ernstfall wusste der, wie wichtig die Insekten für die Menschheit sind. Dieses Bewusstsein weckt derzeit die Arbeitsgemeinschaft Naturwissenschaften der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule. Dort redet Lehrerin Sandra Meermeier mit den Schülerinnen und Schülern über Bienen, Blumen und Bestäubung. Es sind eben Kinder, die dieses Thema in die Zukunft transportieren und vielleicht hier und da das Bewusstsein wecken für das Ökosystem, in dem wir alle leben. Der Mensch. Die Bienen. Die Blumen.

Hintergrund Insektensterben

Gerade vor dem Hintergrund des Insektensterbens, das – so berichtete zuletzt Rangar Yogeshwar in seiner Sendung „Quarks“ (WDR-Fernsehen) – dramatische Formen angenommen hat, ist jede Hilfe von großem Nutzen. Und so schlossen sich die Schule, die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft und das Quartiersprojekt Schwerte-Holzen zu einem kleinen „Bienenprojekt“ zusammen. Ideengeberin ist Annika Möller, Leiterin des Quartiersprojektes. Sie hat die Naturwissenschafts-AG ins Boot geholt und bei der GWG offenen Türen eingerannt. Die Genossenschaft, in der Ökologie stets groß geschrieben wird, stellte eine Grünfläche am Holzener Weg zur Verfügung, wo die Kinder gemeinsam mit dem GWG-Gärtnern Marian Thomanek und Christoph Ozimek Samen für Wildblumen und Kräuter aussäten, die Fläche harkten und walzten. Vorher führte Schwertes Klimaschutzmanagerin Eva Lüthen-Broens ins Thema ein.

Die ökologische GWG

„Wir sind sehr froh, dass die GWG bereit war, die Grünfläche entsprechend aufzuarbeiten“, erklärte Annika Möller. „Das Projekt passt ganz genau bei uns rein“, unterstrich Brigit Theis, Prokuristin der Genossenschaft. „Ökologische Ansätze wie erneuerbare Energien, das Elektromobil oder jetzt diese Wildblumenwiese sind Teil unseres Portfolios. Deshalb waren wir auch sofort und schnell dabei und haben das innerhalb einer Woche umgesetzt“.

Noch einmal zurück zu Heinz Erhardt:

An die Bienen

Bienen! Immen! Sumseriche!
Wer sich je mit euch vergliche,
der verdient, dass man ihn töte!
Dass zumindest er erröte!
Denn, wie ihr in Tal und Berg schafft
ohne Zutun der Gewerkschaft,
ohne dass man euch bezahle,
ohne Streik und Lohnspirale,
täglich, stündlich drauf bedacht,
dass ihr für uns Honig macht,
ihr seid’s wert, dass man euch ehre!
Wobei vorzuschlagen wäre –
ob nun alt ihr, ob Novizen –
euch von heute an zu siezen!
Unser Dank, unser Applaus
säh in etwa dann so aus:
„Sehr verehrte Honigbienen!
Wir Verbraucher danken Ihnen!“

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