Gegen den Bewegungsmangel: SPD regt kostenlose Mitgliedschaft für Kinder in Sportvereinen an

Schwerte. Mit der Sitzung des Ältestenrates beginnt am Montag (5. November) der letzte Sitzungslauf von Rat und Ausschüssen in diesem Jahr. Die SPD bringt zwei Anträge ein, nach denen Erstklässlern eine einjährige kostenlose Mitgliedschaft in einem Sportverein finanziert und Schwerte zum sicheren Hafen für geflüchtete Menschen erklärt werden soll. Die Grünen wollen dem Seiteneingang des Rathauses eine neue Bezeichnung verpassen: Barrierearmer Eingang.

Der Generationenausschuss soll darüber in seiner Sitzung am 15. November befinden und die Verwaltung beauftragen, die Bezeichnung „Behinderteneingang“ fallen zu lassen und in „Barrierearmer Eingang“ umzubenennen. Der jetzige Name sei nicht mehr zeitgemäß, sagen die Grünen. „Der Eingang dient nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Personen, denen das Treppensteigen schwerfällt, wie z.B. älteren oder verletzten Mitmenschen“, schreibt die Fraktionsvorsitzende Andrea Hosang in der Begründung. „Dieser Eingang erfüllt allerdings nicht die Kriterien, um als barrierefrei zu gelten. Deshalb sollte er als barrierearmer Eingang bezeichnet werden. Somit wird auch deutlich, dass noch einiges für eine Barrierefreiheit getan werden muss“.

Mittel aus dem Haushalt

Beim Stadtsportverband Schwerte dürfte die SPD mit ihrer Absicht, allen Erstklässlern eine einjährige, kostenlose Mitgliedschaft in einem Sportverein ihrer Wahl zu ermöglichen, offene Türen einrennen. Denn Bewegung tut Not, auch in Schwerte. „Jedes fünfte Kind ist schon bei der Einschulung übergewichtig“, heißt es in der Begründung. „Das ist ein erhebliches gesundheitliches Risiko“. Das sei ein wichtiges und gutes Zeichen, um die sportliche Betätigung in der Vereinsgemeinschaft zu fördern. „Die dafür nötigen Mittel werden entsprechend im Haushalt eingestellt. Das Programm ist zunächst auf fünf Jahre befristet und soll anschließend evaluiert werden“.

Schwerte als sicherer Hafen

SPD-Fraktionchefin Angelika Schröder.

Dann gibt es noch einen Antrag, für den die SPD im sozialen Netzwerk Facebook Kritik einstecken muss. So bittet die SPD den Rat und Bürgermeister Dimitrios Axourgos, „Schwerte zum sicheren Hafen für geflüchtete Menschen zu erklären sowie den offenen Brief der Oberbürgermeister der Städte Köln, Düsseldorf und Bonn an Frau Bundeskanzlerin Merkel zu unterzeichnen und öffentlich zu unterstützen“. Rat und Bürgermeister sollen ein öffentliches Bekenntnis für Humanität abgeben und Schwerte zum sicheren Hafen für geflüchtete Menschen zu erklären. „Das Versagen Europas darf nicht auf dem Rücken der geflüchteten Menschen ausgetragen werden, die oftmals den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer als letzten Ausweg sehen. Schwerte hat seit 2015 gezeigt, dass Integration gelingen kann und die vielen Menschen, die auch in Schwerte die Aktion #Seebrücke unterstützen, zeigen, dass die Mehrheit der Gesellschaft immer noch hinter dem Bekenntnis zur Menschenwürde steht. Aufgrund einiger rechter Brandstifter den Pfad der Humanität zu verlassen, halten wir für gefährlich und falsch“, heißt es u.a. in der Antragsbegründung.Der Rat tagt am 28. November.

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