Erst klinisch tot – dann auferstanden: VVS besiegt Paderborn 3:2

Schwerte. Niemals sollte man die Rechnung ohne den VV Schwerte machen. Das hat der SC Hennen schon beim Saisonstart mitbekommen, und das erlebte jetzt auch zum Start ins neue Jahr der VoR Paderborn. Beim 15:20 im dritten Satz eigentlich schon klinisch tot, sicherte ein starker Block von Janina Mester und Pia Mohr das 26:24 quasi in letzter Sekunde. Das war die Wende zum 3:2-Erfolg (-12,-20,24,13,13) über den eigentlichen Favoriten VoR Paderborn. Gleichzeitig war das auch die Revanche für die Niederlage im Hinspiel.

Pleiten, Pech und Pannen

Aber was war das für ein Start ins Spiel? Die Gastgeberinnen konnten dem Spiel keine Impulse geben, weil sich sozusagen Fehler an Fehler reihte. Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen war eher der Grund für den 0:2-Rückstand nach Sätzen als die Stärke des Gegners. Paderborn spielte gut, sogar vorzüglich in der Abwehr, aber Volleyball von einem anderen Stern sieht anders aus. Und so schlitterte der VVS ins vermeintliche Desaster, um dann doch noch aufzusteigen wie Pönix aus der Asche.

Dann kam Leben in die Bude

Auf einmal stimmte das Engagement, es kam Leben in die Bude und Paderborn geriet so mehr und mehr unter Druck. Im vierten Satz gar hatte der Tabellendritte überhaupt keine Chance mehr. Lisa Schulte-Schmale und Steffi Herkelmann (die eigentlich privat verhindert sein sollte) räumten defensiv ab, was abzuräumen war. Unglaubliche Ballwechsel reihten sich aneinander, meistens punkteten die Schwerterinnen, die als Mannschaft jetzt nicht wiederzuerkennen waren. Das 25:13 sicherte den Tiebreak und schon einmal einen Punkt für die Tabelle.

Perspektiven für die Saison

Der Entscheidungssatz selbst verlief ausgeglichen. 10:13 lag der VVS dann aber doch im Hintertreffen. Eine Aufschlagserie der jungen Zuspielerin Frieda Gottschalk, die die verhinderte Magdalena Stolz gut vertrat, sorgte aber auch hier für die Wende. Frieda Gottschalk war volles Risiko gegangen und hatte Paderborn damit unter Druck gesetzt. 15:13 – ein verdienter Sieg, der dem Team Perspektiven für den Rest der Saison verleiht.

VVS: Frieda Gottschalk, Janina Mester, Alina Westerhoff, Lisa Menke, Kira Schäfer, Lea Hagemeister, Steffi Herkelmann, Jennifer Fornol, Pia Mohr, Felina Bönninger, Lisa Schulte-Schmale, Mareike Karfczyk.

Ergebnisse und Tabelle

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