Endspiel: VV Schwerte kämpft in Werne um den direkten Klassenerhalt

Schwerte. (ir) Sie wollten sich schon am vorletzten Spieltag den endgültigen Klassenerhalt sichern, doch dieses Vorhaben ging gründlich daneben. Mit 2:3 unterlagen  die Oberliga-Volleyballerinnen des VV Schwerte auf heimischen Parkett  gegen den SC Grün-Weiß Paderborn, der mitten im Spiel in Schwerte vom Hoxfelder Sieg gegen Hennen erfuhr und damit wusste, dass sich der Abstieg nicht mehr abwenden lassen würde. Deshalb Hut ab vor der kämpferischen Leistung der Paderbornerinnen bis zum letzten Ballwechsel.

Die Konstellationen

Und die Schwerterinnen? Die müssen nun am letzten Spieltag um den direkten Klassenerhalt noch einmal mächtig zittern. Diese Konstellationen sind möglich:

  • Der VVS gewinnt drei Punkte beim TV Werne: Klassenerhalt. Dafür reichen auch schon zwei Punkte, also ein 3:2-Erfolg
  • Der VVS verliert 0:3 oder 1:3 beim TV Werne: Relegation, wenn Hoxfeld in Hörde drei Punkte holt.
  • Der VVS verliert 2:3 beim TV Werne, holt also einen Punkt: Relegation, wenn Hoxfeld in Hörde 3:0 oder 3:1 gewinnt.
  • Verliert Hoxfeld in Hörde, darf auch der VVS verlieren. Hoxfeld spielt aber erst am Sonntag in Hörde, während Schwerte schon am Samstag in Werne spielt.

Paderborn war entschlossener

„Wenn man bedenkt, wie wir in den Sätzen zwei und drei aufgetreten sind, ist es schade, dass wir den ersten Satz nicht gewonnen haben. Dann wäre jetzt schon alles klar gewesen. Im fünften Durchgang war Paderborn einfach entschlossener als wir und hat mehr an sich geglaubt. Jetzt wird es noch einmal ungeheuer spannend in Werne und wir müssen dort unbedingt punkten, wobei ich denke, dass der TV noch stärker unter Druck steht als wir“, meint VVS-Coach Knut Powilleit.

Sprachlos

Kira Schäfer (l.) und Felina Bönninger waren verletzt und konnten nicht spielen. Ob sie am letzten, entscheidenden Spieltag dabei sein können?

„Wir waren sprachlos nach diesem Spiel“, sagte Kapitänin Magdalena Stolz. Die Zuspielerin, die erstmals nach einer Pause von fast drei Monaten wieder die Fäden in der Hand hielt, gab sich selbstkritisch. „Das war unsere eigene Schuld“, unterstrich sie und fügte selbstironisch hinzu: „Vermutlich stehen wir auf dramatische Auftritte“. Den werden sie haben am Samstag (24. März) ab 18 Uhr in der Lindertsporthalle (Kardinal-von-Galen-Straße), zumal sie in Vorlage treten müssen. Deshalb ist kein Raum für Ergebnisberechnungen. Es ist ein Endspiel für den VV Schwerte. Und den TV Werne.

Locker und hoch konzentriert

Um  auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Schützlinge von Trainer Knut Powilleit deshalb ein letztes Mal alle Kräfte bündeln, um mit einem Sieg aus Werne  in die Ruhrstadt zurückkehren, damit ihnen die Abstiegsrelegation erspart bliebe und das Schwerter Sportpublikum sich auch in der nächsten Saison auf Volleyballspiele in der Frauen-Oberliga freuen kann. „Wir müssen locker und hoch konzentriert am Samstag in die Begegnung gegen Werne gehen. Dann bin ich mir sicher, dass wir dort die notwendigen Punkte holen werden, zumal ich mir nicht so recht vorstellen kann, dass Borken-Hoxfeld beim  Meister TV Hörde gewinnen wird“,  gibt sich der VVS-Coach vor der entscheidenden Partie recht optimistisch. Aber der Volksmund weiß: Es hat schon Pferde gegeben, die vor einer Apotheke gekotzt haben… .

Die Tabelle

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