Ein Spiel mit einer pikanten Note: VfL fährt Sonntag zum Topfavoriten

Schwerte. Wenn der VfL Schwerte seinen Zuschauern, sich selbst und der Fußball-Bezirksliga 6 Würze und Spannung erhalten möchte, dann darf er sich nach der Nullnummer gegen BW Voerde zunächst nichts mehr erlauben. Am kommenden Sonntag nämlich geht es zum Spitzenreiter und Topfavoriten SpVg. Hagen 11 (15 Uhr, Bezirkssportanlage Emst, Haßleyer Straße 55). Und wenn die Blau-Weißen dran bleiben wollen, dann müssen sie mit drei Punkten im Gepräck nach Hause kommen und danach auch noch Gevelsberg und an Hagens spielfreiem Sonntag den SC Hennen putzen. Nur dann schmilzt Hagens Vorsprung auf den VfL auf einen echten Zähler.

David und Goliath

Somit besitzt das Gastspiel des VfL in Hagen schon eine pikante Note. Klar bekleidet der „Geheimfavorit“ vom Schützenhof auf der Emst nur die Rolle des Außenseiters. Aber hat nicht David auch den Goliath besiegt? Immerhin geht es darum, dass keine Liga-Tristesse auf dem Schützenhof einkehrt. Und deshalb wird die Mannschaft von Trainer Jörg Silberbach am Sonntag auch alles geben. Gegen Voerde hat es Team um Spielführer Robin Heuft nicht verstanden, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Und so hat man am Ende Torwart Stefan Laudkau einen Lorbeerkranz geflochten, weil er mit dem abgewehrten Elfmeter wenigstens die Null gehalten hat.

Unbequemer Gegner

„Damit sind wir unter dem Strich zufrieden“, sagte Mirko Mustroph am Tag danach. Der sportliche Leiter ergänzt: „Voerde stellte einen unbequemen Gegner, der in seinen bisherigen Spielen immer mindestens drei Tore erzielt hat“. Ja, das wertet den Teilerfolg auf – aber hat der VfL Schwerte auf der anderen Seite nicht auch 13 Tore in drei Spielen geschossen? Es hätte sogar eines mehr werden können, aber „Alexander Bahr hat am Ende nicht das gemacht, was er sonst immer macht“, blickt Mirco Mustroph auf die letzte Szene der Partie zurück, als Bahrs Schuss noch so gerade von der Linie gekratzt wurde. Schade, denn dieses Tor hätte die Ausgangsposition vor dem Spiel in Hagen ganz entscheidend verändert.

Der tadellose Sebastian Kozlowski

Jetzt darf man gespannt sein, auf welche personelle Karten das Trainergespann setzen wird. Ob Sebastian Kozlowski wieder erste Wahl sein wird? Der Neuzugang aus Iserlohn hatte sich in der vergangenen Woche in einen Kurzurlaub verabschiedet und sah sich das Spiel zunächst von außen an. In den drei Spielen davor hatte er im Mittelfeld tadellose Leistungen gezeigt, war defensiv zur Stelle und eröffnete mit Ballgewinnen das Spiel des VfL. Seine Einwechslung gegen Voerde war ein Teil der taktischen Umstellungen, die das Spiel der Gastgeber ankurbelten. Sie verzeichneten mehr Anteile, standen defensiv sicherer, entwickelten aber keine zwingende Offensivkraft. Da dürfte in Hagen der Schuss nach hinten losgehen. Wollen wir das? Nein!!!

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