Ein Hoch auf die Vergangenheit! „Hebbel“ und Co. liefen noch einmal auf

Schwerte. Ganz am Ende baumelten zwei grüne, an ihren Senkeln zusammengebundene Turnschuhe am Kleiderhaken einer Umkleidekabine in der Sporthalle Friedrich-Bährens-Gymnasiums. Sie gehörten Frank „Hebbel“ Herwig, der am Samstag nach eigenen Ausgaben das letzte Handballspiel seines Lebens gespielt hat. 50 Lenze hat der Linkshänder mittlerweile auf dem Buckel. Er war einer von den Handball-Helden der HSG, die 1996 den Aufstieg in die Regionalliga geschafft haben.

Getroffen: Frank Herwig

Gehalten: Klaus Timm

„Hebbel“ war nicht der einzige, die zum 30. Geburtstag der HSG Schwerte/Westhofen den Weg an die alte Wirkungsstätte gefunden hatten. Klaus Timm machte mit beim Jubiläumsspielchen gegen die aktuelle Landesliga-Truppe der HSG. Jan Möller war gekommen, Oliver Hallmann und Jan Berges. Auch „Delle“ Schröer war in der Halle, aber nur in Zivil, weil er seinen bevorstehenden Urlaub nicht durch einen waghalsigen Einsatz gefährden wollte. Carsten Hergert stand am Spielfeldrand und auch Thomas Rehse. Der wollte eigentlich spielen, tat es aber doch nicht. „Ich bin verletzt“, sagte er.

Betreuer Günter Wichard, sein Zaubertrank und HSG-Trainer Mischa Quass.

Schließlich verlieh Peter Neuhaus der Veranstaltung einen besonderen Glanz. Er war es, der die HSG als Trainer in die Regionalliga geführt hatte. Damals wie Samstag an seiner Seite: Günni Wichard, der Betreuer aller Betreuer. Natürlich gab’s am Samstag auch wieder den Zaubertrank der Marke Wichard, und möglicherweise war genau der der Grund, warum sich am Sonntag niemand so richtig an das Ergebnis des Handballspiels erinnern konnte. Mit fünf, sechs Toren Unterschied haben die Landesliga-Handballer gegen die alten Kämpen gewonnen. Aber das Ergebnis verkam angesichts einer ganz starken dritten Halbzeit ohnehin zur Zweitrangigkeit.

Verdiente Weggestalter der HSG wurden am Samstag geehrt. Von rechts; Jürgen Kramer, Walter Bauer, Friedhelm zur Nieden, Uli Gerhards, Jo Leupold, Detlef Kramer, Karl-Heinz Wittershagen, Günter zur Nieden mit Mischa Quass (Vorsitzender Jahn RW), Stefan Lindenberg (Vorsitzender TG Westhofen) und Rolf Linnemann (Leiter HSG).

 

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