Ein Erfolg auf der gestrichelten Linie: Stadt prüft nun die Möglichkeiten für Fahrradstreifen

Schwerte. Möglicherweise war Dr. Matthias Geck aus Schwerte am Mittwochabend der zufriedenste Mensch der nördlichen Hemisphäre. Denn mit seinem Vorschlag, Straßen in Schwerte mit einem Schutzstreifen für Radler auszustatten, rannte er in der Politik offene Türen ein, verbuchte quasi einen vollen Erfolg auf der gestrichelten Linie. Nach der Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeschwerden und -anregungen liegt der Ball jetzt bei der Verwaltung. Dort muss man jetzt schnellstmöglich herausfinden, welche Straßen unter Berücksichtigung vorgegebener Maße geeignet sind. Zudem sollen bei überörtlichen Straßen die zuständigen Baulastträger angeschrieben werden. Politisch soll sich die Stadt zudem für gesetzliche Änderungen bestehender Vorschriften einsetzen.

Mindestbreiten einhalten

Dazu gehören die Mindestbreiten der Fahrstreifen. 1,25m bis 1,50m müssen die Radstreifen breit sein. Es gehe aber auch schmaler, unterstrich Matthias Geck. Zudem muss auf der Fahrbahn für Autos eine Mindestbreite von 4,50m eingehalten werden. An diese Vorgaben ist die Verwaltung gebunden, unter diesen Aspekten wird sie die städtischen Straßen einer Überprüfung unterziehen. „Seien Sie Vorreiter, bringen Sie Schwerte nach vorne“, appellierte Dr. Matthias Geck an Politik und Verwaltung. Die Schutzstreifen seien für Autofahrer sichtbare Hinweise auf vorsichtiges Fahren. „Das Straßenbild fördert die Rücksichtnahme“, so Dr. Geck.

Nicht auf die lange Bank schieben

Keinesfalls sollte man das Thema jetzt auf die lange Bank schieben, forderte der grüne Ratsherr Reinhard Streibel. Ja, betonte Jonas Becker von der WfS, in der fahrradfreundlichen Stadt Schwerte „müssen wir endlich mal was machen und Dinge umsetzen“. Der Antrag sei unterstützungswürdig, betonte Herbert Dieckmann (CDU), er sei „generell gut“, auch wenn die Maßnahme nicht für alle Straßen geeignet sei, so Stefan Kötter (SPD). Jan Menges aus dem Bereich Stadtplanung und Umwelt der Stadt Schwerte, stellte fest: „Der Antrag zielt in die richtige Richtung. Aber dafür sind formaljuristische Grunlagen nötig. Wir brauchen eine verkehrsbehördliche Anordnung“. Das Thema soll später Einzug finden in den Fachausschuss, dem Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt.

„Ich bin sehr zufrieden und sehe einen realistischen Ansatz“, erklärte Dr. Matthias Geck. „Das ist ein schönes Signal für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt“.

Mehr Sicherheit für Radler: Dr. Matthias Geck regt Fahrradstreifen auf allen Straßen an

 

 

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