Drogenhandel: Zwei Schwerter wandern ins Gefängnis

Hagen/Schwerte. Das Hagener Landgericht hat zwei Schwerter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die beiden 28 und 31 Jahre alten Männer hatten Marihuana an junge Leute verkauft und eine Plantage mit Cannabis-Pflanzen angelegt. Die Polizei hatte auf die beiden Dealer gleich mehrere „Maulwürfe“ angesetzt. Am 7. März wurden die beiden Männer festgenommen. Und nun fiel das Urteil: Das Hagener Landgericht verurteilte den 28-Jährigen zu zwei Jahren und zehn Monaten. Sein mitangeklagter Kumpel muss für drei Jahre ins Gefängnis.

Der 28-Jährige war als Kleinverkäufer auf der Straße tätig. Zweimal verkaufte er sogar an 17-Jährige. Allerdings machte das Gericht daraus keine extreme Strafverschärfung. Denn die jungen Leute waren bereits erfahren in Sachen Drogen. Der 31-Jährige kümmerte sich nach Auffassung der Hagener Richter vor allem um den Aufbau einer professionellen Plantage. Mit rund 600 Setzlingen wollten die beiden Männer offenbar richtig dick ins Geschäft einsteigen. Allerdings verkümmerten etliche Pflanzen und die Polizei packte die Schwerter, bevor die Plantage richtig wachsen konnte.

Fallen gestellt

Zuvor hatte die Polizei den Männern mehrere Fallen gestellt: Ab Oktober vergangenen Jahres schleuste sie sogenannte „Vertrauenspersonen“ bei den Schwertern ein. Diese „Maulwürfe“ verleiteten die Angeklagten zu Drogenverkäufen. Im März dann der – vermeintlich – große Coup des Duos: Ein Verkauf von zwei Kilogramm Marihuana für 15.000 Euro. Der Mitangeklagte hatte die Drogen besorgt, die der 28-Jährige schließlich an die Vertrauensperson verkaufte.

Beide Schwerter haben am ersten Verhandlungstag Geständnisse abgelegt. Demnach hatten die Angeklagten sich zusammengetan und den Handel sowie die Plantage gemeinsam geplant und aufgezogen. Sie waren in der Drogenszene Schwertes keine Unbekannten. Sie haben bereits einschlägige Vorstrafen angesammelt. Der 31-Jährige war unlängst wegen Handeltreibens zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. Die Bewährung hat er nun verspielt. Für ihn heißt es drei Jahre plus die eineinhalb Jahre aus dem anderen Urteil.

Besonders schmerzhaft für die Angeklagten: Sie bleiben weiter in Haft, bis das Urteil rechtskräftig ist. Die Richter fanden, dass bei beiden Schwertern die Fluchtgefahr sehr hoch sei.

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