Die Verbrauchzentrale: Rückblick 2017 – Ausblick 2018

Schwerte. „Die Verbraucherzentrale leistet hervorragende Arbeit“, bekannte sich Bürgermeister Dimitrios Axourgos  zu dieser Institution. Bereits in seiner aktiven Zeit als Lehrer für Sozialwissenschaften am FBG habe er die Beratungen und Informationen an seine Schülerinnen und Schüler sehr zu schätzen gewusst. Anlass war die Präsentation des Jahresberichtes 2017, vorgestellt durch Angelika Weischer, Leiterin der Verbraucherzentrale am heutigen Dienstag.

„Wir werden die Arbeit der Verbraucherzentrale in den nächsten Jahren weiterhin unterstützen“, sagte Axourgos seine Hilfe zu. „Wir sind in Vertragsverhandlungen für die nächsten fünf Jahre“, teilte Dirk Wigant, Dezernent für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Straßenverkehr, Gesundheit und Verbraucherschutz beim Kreis Unna, mit, denn der nächste Vertragszeitraum beginnt am 1. Januar 2019.

5277 Menschen suchten Rat

„Wir haben eine Herkunftsstatistik erstellt“, so die für alle Verbraucherzentralen im Kreis Unna zuständige Regionalleiterin, Angelika Kestermann. Danach waren 76 Prozent aller Ratsuchenden Schwerter Bürger, 15 Prozent kamen aus Holzwickede und 9 Prozent aus Fröndenberg. In 2017 hat es insgesamt 5277 Anfragen von Ratsuchenden gegeben. Die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale hatten 3375 Veranstaltungskontakte und 1115 Mal wurde auf die Startseite der Beratungsstelle im Internet zugegriffen.

Kostenpflichtige Spiele-Apps und Abo-Fallen

Die häufigsten Verbraucherprobleme im letzten Jahr waren vermeintlich kostenlose Spiel-Apps, die ins Geld gingen, Abo-Fallen, Schlüsseldienste und deren unerlaubte Zuschläge, unberechtigte Forderungen von Inkassofirmen und entgangene Anrufe, die zur Rückruf-Kostenfalle wurden. Letzteres funktioniert folgendermaßen: Das Telefon klingelt einmal und es wird eine Nummer angezeigt, z.B. die Vorwahl 00231. Der Angerufene denkt an einen Anruf aus Dortmund. Sobald zurückgerufen wird, baut sich eine teure ausländische Telefonnummer auf, in diesem Beispielfall Liberia. Per Minute werden nun 3 Euro fällig. Die Hinhaltetaktik während dieser überteuerten Minuten reicht vom vorgespielten Rufton, über Wartemelodien bis hin zu Umfragen und Informationsgesprächen.

Aktuelle Themen in 2018 ist die ab dem 25. Mai in Kraft getretene Datenschutz-Grundversorgung, Geschwindigkeiten von Internetanschlüssen sowie Informationen über Inkassoverfahren mit dem Schwerpunkt Ratenzahlungsvereinbarungen.

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