Die erste Niederlage der HVE

Handball, Landesliga Männer: TG Voerde – HVE Villigst-Ergste 24:23 (11:12)

Advantage RE Schwelm! Und so spendeten Spieler des Landesliga-Tabellenführers der TG Voerde am Samstagabend artig Applaus – weniger für den fünften Heimsieg in Folge als vielmehr für den knappen Erfolg über ihren Verfolger, der HVE Villigst-Ergste. Es war die erste Saisonniederlage für die Ruhrstädter, die den Rückstand auf Schwelm auf vier Punkte vergrößert hat. Das lässt sich noch glattziehen im Meisterschaftskampf, aber die Lage ist ungleich schwieriger geworden für das Team von Trainer Thorsten Stange.

Ganz starker Beginn

War es wirklich nur die Heimstärke der Voerder, die zur schmerzhaften Niederlage geführt hat? War sie wirklich nur dem Umstand geschuldet, dass in der Reichenbachsporthalle ohne Harz gespielt wurde? Nein! Denn die HVE spielte trotz der Heimstärke und auch ohne Harz eine bärenstarke erste Viertelstunde. Ganz im Stile einer Spitzenmannschaft übernahm sie von Anfang an die Kontrolle, führte über 4:0 und 8:2 mit 9:4. Die Taktik, den Voerder Dennis Riebeling durch einen offensiv operierenden Alexander Hänel aus dem Spiel zu nehmen, ging auf. HVE-Keeper Maurice Rolfsmeyer hatte schon hier astreine Szenen, vorne wurde sicher abgeschlossen. Ja, es sah nach einem glanzvollen Sieg aus.

Sechs Tore erzielte Jan Speckmann.

Ein starker Keeper: Maurice Rolfsmeyer.

Doch die HVE gab die Kontrolle über das Spiel aus ihren harzfreien Händen. Krasser kann ein Leistungseinbruch eigentlich nicht sein, doch diesen Terminus wollte Thorsten Stange so nicht stehen lassen. „Ich glaube eher, dass die Voerder in den ersten zehn Minuten schlecht gespielt haben, sich dann aber an unser Niveau herangearbeitet haben“, sagte er nach dem Spiel. Nach dem 9:4 fehlte der HVE aber die Präzision im Offensivspiel, in dem Voerde nun Vorteile hatte.

Spiel auf Augenhöhe

Und wo wurde das Spiel eines auf Augenhöhe. Die HVE hatte zwar den Kampf angenommen, ließ aber weiter Durchschlagskraft vermissen. Jan Speckmann setzte zwar Akzente, aber einer alleine kann ein Spiel nicht gewinnen. Und was wäre gewesen, wenn nicht Maurice Rolfsmeyer so großartig gehalten hätte? Seine Paraden hielten die HVE bis zum Schluss im Spiel. So führte die HVE zwar viereinhalb Minuten vor dem Ende mit 23:21, doch mehr Tore konnte sie nicht zwischen sich und ihrem Gastgeber legen. Der nutzte seine Chancen in der Schlussphase besser und kam durch Dennis Riebeling zum Siegtreffer. „Wir haben es einfach nicht geschafft, in den entscheidenden Situationen den Sack zuzumachen“, sagte Thorsten Stange und sprach von einem verdienten Sieg der Gastgeber.

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