Die DSGVO im Fenster

Die Datenschutzgrundverordnung ist ein Monstrum, nicht nur von ihrem Namen her. Ich kenne keinen Menschen, der nicht davon in irgendeiner Form betroffen wäre. Sogar vor einem Tierarzt macht die DSGVO keinen Halt, wie ich am Samstag erfahren musste.

Mein Hund hatte aufs Maul bekommen. Zunächst wichtiger als die Behandlung war das Ausfüllen von Formularen, auf denen ich meine Daten preisgegeben musste, selbst da, wo „fakultativ“ stand. Doch die Bedeutung dieses Wortes kannte man nicht, also mussten Beruf und Geburtsdatum auch noch her. Warum das wichtig ist für die Behandlung eines Hundes? Ich weiß das nicht. Die in der Praxis übrigens auch nicht. Aber gut.

Einen ausgesprochen eleganten Umgang mit der DSGVO wählte jetzt ein Biometzgermeister aus Schwerte. Der hat seine Datenschutzerklärung ins Fenster gehängt. Die hat folgenden Wortlaut:

„Achtung! In unserer Fleischerei fragen wir Sie manchmal nach Ihrem Namen und merken uns, welches Fleisch und welche Wurstsorte Ihnen am liebsten ist. Wenn Ihnen das nicht recht ist, rufen Sie beim Betreten unserer Fleischerei laut: ICH BIN NICHT EINVERSTANDEN! Dann werden wir künftig so tun, als würden wir Sie nicht kennen.“

Gut gelöst!

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