Desolate Vorstellung über weite Strecken: VVS verliert verdient gegen den TV Hörde

Schwerte. Diese Mannschaft hat Spaß gemacht – am Ende der vergangenen Saison, als sie in die Oberliga aufgestiegen ist. Oder am ersten Spieltag, als sie beim SC Hennen ein schon längst verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer riss. Soll man den VV Schwerte jetzt in Bausch und Bogen kritisieren, nur weil er gegen den TV Hörde 1:3 (22,-15,-10,-22) verlor und dabei über weite Strecken eine klägliche Vorstellung gegeben hat? Natürlich nicht! Schön anzusehen war’s aber trotzdem nicht.

„Es war kein Zug in der Mannschaft, irgendwie standen alle neben sich“, kommentierte Schwertes Trainer Knut Powilleit vor allem die Leistung in den Sätzen zwei und drei, in denen scheinbar eine Schulmädchenmannschaft gegen Profis zu bestehen versuchte. „Die Spielerinnen wirkten verkrampft und wollten sich auch gar nicht zu den Bällen hinbewegen. Sie hat so gespielt, wie man eigentlich nicht spielen möchte und mussten Lehrgeld zahlen“.

Celina Bönninger greift an.

Hoffnungen im vierten Satz

Dabei hatte man im vierten Satz den Eindruck, als würde sich auch in diesem Spiel das Blatt noch wenden können. Knut Powilleit hatte umgestellt und die Schwerterinnen kamen besser ins Spiel. Aus einem 4:8 machten sie ein15:12 und lagen auch beim 21:21 noch im Rennen. Doch weil auch in dieser Phase Fehler noch das Spiel bestimmte, war’s schnell vorbei mit den Hoffnungen im Schwerter Zuschauerblock.

Im ersten Satz hatten sich die beiden Mannschaften noch auf Augenhöhe bewegt. Als Celina Bönninger, die schöne Szenen im Block hatte, zum 25:22 verwandelte, lag was in der Luft. Aber ganz schnell wurden die Gastgeberinnen auf den Boden der Tatsachen geholt. Pleiten, Pech und Pannen reihten sich aneinander, dem Spiel des VVS fehlte die Präzision und die Durchschlagskraft. Angriffe wie der von Janina Mester zum 11:17 wären das probate Mittel gegen eine starke Hörder Mannschaft gewesen, doch besaßen diese Bälle Seltenheitswert. Den psychologischen Vorteil der 1:0-Führung hatte der VVS komplett dem TV Hörde übergeben.

Hatte gut lachen: Hördes Trainerin Susanne Köster.

Nächste Niederlage droht

Und wer geglaubt hatte, schlimmer könnte es jetzt nicht mehr werden, wurde bitter enttäuscht. Der dritte Satz kam einer Demontage gleich. Gegen eine völlig desolate Schwerter Mannschaft hatte die Hörderinnen mit ihrer Trainerin Susanne Köster (ehemals 1. VC Schwerte) ein leichtes Spiel.

So ist der Ortsnachbar mit der vollen Punktzahl gestartet, während der VV Schwerte von sechs möglichen Punkten nur zwei geholt hat – das Defizit liegt nach zwei Spieltagen somit bei rund 66 Prozent. Es droht sich zu verschlechtern. Denn schon am Dienstag gastiert der VVS beim Tabellenführer VoR Paderborn (19 Uhr Von-Fürstenberg-Realschule, Fürstenbergstraße 40). Verlieren ist erlaubt, aber bitte mit wehenden Fahnen….

VVS: Janina Mester, Magdalena Stolz, Lisa Schulte-Schmale, Kira Schäfer, Jennifer Fornol, Steffi Herkelmann, Alina Westerhoff, Frieda Gottschalk, Celina Bönninger, Lea Hagemeister.

Ergebnisse und Tabelle

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