Der Stadtpark, der Alkohol, die Drogen: Es wird nach Lösungen gesucht

Schwerte. Mit der aktuellen Situation im Stadtpark wird sich demnächst erneut die eigens zu diesem Thema im Jahre 2016 durch den Generationenausschuss ins Leben gerufene „Projektgruppe“ beschäftigen. Bürgermeister Dimitrios Axourgos hat den zuständigen Ersten Beigeordneten Hans-Georg Winkler mit der Einberufung und Terminierung des Gremiums beauftragt, welches aber erst nach der für den 13. September geplanten Sitzung des Generationenausschuss zusammen treten wird.

In der Sitzung des Generationenausschuss ist ein Bericht des Vereins für Soziale Integrationshilfen (VSI) zu dem Thema vorgesehen. „Wichtige Impulse aus dem Generationenausschuss können dann in der Projektgruppe vertieft werden“, sagt Erster Beigeordneter Hans-Georg Winkler. Nach dem seinerzeitigen Beschluss des Generationenausschusses gehören dem Gremium Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Ordnungsamt, Anonyme Drogenberatung, Jugendamt, VSI, Stadtentwicklung und Arbeitsamt an.

Offene Bürgersprechstunde

Schon am Montag soll auf Einladung der CDU-Ratsfrau Bianca Dausend, Vorsitzende des Generationenausschusses, direkt vor Ort im Stadtpark (Eingang Bahnhofstraße) eine offene Bürgersprechstunde stattfinden. Angesprochen sind nicht nur Anwohnerinnen und Anwohner sowie Gewerbetreibende, sondern alle interessierten Menschen. Bianca Dausend erwartet zu diesem Gespräch auch die für den Stadtpark zuständigen Streetworker aus dem Verein für Soziale Integrationshilfen und Vertreter der Stadtverwaltung.

„Der Zustand muss ein Ende haben“

Mittlerweile hat sich auch Jürgen Paul, Vorsitzender der Seniorenunion, zu Wort gemeldet. Er begrüßt es ausdrücklich, dass Bürgermeister Dimitrios Axourgos zu einem Runden Tisch einlädt. „Teilnehmer  müssen sein: der Bürgermeister, die FKS, Vertreter VSI, das Haus am Stadtpark, das Jugendamt, die Polizei, ISG-Bahnhofstrasse, Dr.Spanke, Vertreter der Ärztekammer, das Ordnungsamt, die Drogenberatung und Vertreter der Fraktionen“, schreibt Jürgen Paul in einer Medieninformation. Er fordert Lösungen für die Schwerter Bürger, „dieser Zustand muss ein Ende haben“ und meint damit offenbar die Gruppenbildungen im Stadtpark, die mit Alkohol und Drogen in Verbindung gebracht werden. Es gehe „um die Sicherheit unserer Grundschulkinder und unserer Senioren sowie natürlich auch aller Schwerte Bürgerinnen und Bürger.“

Dank für einen Gruß

Auch Christel Timmer hat sich zu Wort gemeldet. Sie ist Schwerter Bürgerin und engagiert sich in der Frauenhilfe der Evangelischen Kirchengemeinde Schwerte. Zum Thema schreibt sie: „Regelmäßig  und mehrmals  in der Woche gehe ich durch den Stadtpark. Zum einen besuche ich eine Freundin im Haus am Stadtpark und außerdem ist das mein Weg zum Bahnhof. Die Menschen, die dort auf den Bänken sitzen oder auf den Wegen stehen,  sind mir gegenüber immer sehr freundlich zur Seite getreten und bedanken sich für einen Gruß  meinerseits. Warum sollen sie dort nicht sein dürfen?  Fangen wir wieder an, Menschen  „zu sortieren“ nach Herkunft, Gesundheit, Krankheit? Ich dachte immer, dass dieses Denken nicht mehr vorkommt. Aber da habe ich mich wohl geirrt.“

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Kommentare

Comments

  • Eckehard Weist 2. September 2018 at 15:40

    Seit 2016 nichts nennenswertes erreicht, dann bilden wir jetzt zur Beruhigung einen Arbeitskreis.
    Hochkarätig besetzt soll über eine Personengruppe gesprochen werden, jedoch nach derzeitiger Kenntnis ohne Einbeziehung derselben.
    Toll !

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  • Angelika BÜRGER 1. September 2018 at 17:52

    Es stimmt freundlich sind die Menschen ,aber es gibt eine Grundschule und ein Spielplatz. Nicht zu vergessen das Seniorenheim die praktisch den Park nicht mehr nutzen, was vor Ca zwei Jahren noch möglich war .Für unsere Kinder ist die Situation kein Vorbild da Alkohol in hohen Mengen konsumiert wird .Vor allem wo getrunken wird ist die notdurft nicht weit ,die auch im Park verrichtet wird Dieses ist finde ich untragbar

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  • Michel Ferdinand 1. September 2018 at 17:22

    Ich finde es wunderbar, dass der Stadtpark genutzt wird. Ich kenne auch niemanden der dort schon einmal um seine Sicherheit fürchten musste. Lassen wir den Menschen, die es wahrscheinlich schon schwer genug haben, doch ihren Lieblingsplatz.

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