Das erste Kandidatenduell – ohne Sieger und ohne Verlierer

Schwerte. Bei Duellen stellt sich gemeinhin die Frage nach dem Sieger. Den hat es am Dienstag im Grete-Meißner-Zentrum beim ersten direkten Aufeinandertreffen der parteigebundenen Bürgermeisterkandidaten nicht gegeben – einen Verlierer übrigens auch nicht. „Ich habe sehr kämpferische Kandidaten erlebt“, meinte Moderatorin Claudia Belemann am Ende des gut 100 Minuten währenden Duells zwischen Dimitrios Axourgos (SPD) und Adrian Mork (CDU, Grüne, FDP). Andrea Schmeißer, Leiterin des Grete-Meißner-Zentrums, hatte die beiden dorthin eingeladen, um mehr zu erfahren über ihre Pläne zur Seniorenarbeit und zur kommunalen Seniorenpolitik.

Hanné und Podeschwa anwesend

Andrea Schmeißer, Leiterin des Grete-Meißner-Zentrums, begrüßte ihre Gäste.

Die freien Kandidaten und die freie Kandidatin waren nicht eingeladen, aber immerhin hatten es sich Dirk Hanné und Gregor Podeschwa nicht nehmen lassen, der Veranstaltung beizuwohnen. Dort erfuhren auch sie, wo Senioren der Schuh drückt: in der Nahversorgung, in der Mobilität, in der meistens nicht vorhandenen Barrierefreiheit. Themen also, die weder Adrian Mork noch Dimitrios Axourgos fremd waren und sind und die bei allen Bemühungen, sich vom anderen etwas abzugrenzen, doch unter dem Strich zu weitestgehend einheitlichen Einschätzungen führten. Ja, gerade vor dem Hintergrund des in Schwerte starken demographischen Wandel muss dieser Bevölkerungsgruppe Gehör geschenkt werden, müssen Maßnahmen zur Teilhabe am öffentlichen Leben entwickelt werden. Ob das Mittel zum Zweck nun Seniorenbeirat (Axourgos) oder Generationenausschuss (Mork) heißt oder generationengerechter Sozialraum (Mork) oder Stadtteilentwicklungskonzept (Axourgos) – alle Wege haben das Ziel, dem Leben von Senioren in den Quartieren mehr Qualität zu verleihen. Und nicht nur dem Leben von Senioren.

Kritik an Jürgen Paul

Übrigens: Harsche Kritik von Dr. Arno Weißgerber musste sich Jürgen Paul gefallen lassen. Der Vorsitzende der CDU-Seniorenunion hatte die Veranstaltung schon im Vorfeld kritisiert. „Nicht über Seniorenarbeit, sondern über Generationenpolitik für Schwerte sollten die BM-Kandidaten befragt werden“, hatte Jürgen Paul geschrieben. Und: „Wir meinen deshalb: Thema verfehlt!“ Anwesend war Jürgen Paul am Dienstag nicht.

Gut besucht war das Gretze-Meißner-Zentrum.

Neues Parkdeck am Marienkrankenhaus

Übrigens: Am Rande der Bande verriet Adrian Mork, Stadtplaner im Sonderurlaub, dass sich u.a. mit dem Bau eines weiteren Decks auf dem Parkhaus am Marienkrankenhaus die vermeintlich angespannte Parkplatzsituation verbessern würde. Schon am Bahnhof sei die Zahl der Parkplätze nahezu verdoppelt worden. Hilfreich sei auch der Bau eines Parkhausses im Reiche des Wassers und die künftig längeren Öffnungszeiten der Tiefgarage unter dem Markt. Einen ganz anderen Ansatz hatte Dimitrios Axourgos zum Thema Verkehr. Er will sich für ein Verkehrskonzept einsetzen. „Schwerte braucht einen guten Verkehrsplaner, der fehlt in der Stadt“ – da war sie, die einzige echte Spitze in einem ansonsten guten Duell.

http://blickwinkelschwerte.de/thema-verfehlt-juergen-paul-kritisiert-podiumsdiskussion-im-grete-meissner-zentrum/

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