Carsten Morgenthal steigt als Hospitant bei den Grünen in Unna ein

Schwerte. Nach seinem Austritt aus der CDU hat Carsten Morgenthal ein neue politisches Betätigungsfeld gefunden: Er ist jetzt Hospitant in der Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“, und zwar mit Wirkung zum 1. September. Der 51-Jährige Jurist ist Ratsherr in seiner Heimatstadt Unna und arbeitet als Bereichsleiter Recht und Vergaben für die Stadt Schwerte, deren Pressesprecher er zudem ist.

Der fraktionslos gewordene Ratsherr wird mit seinem Beitritt zur grünen Fraktion nicht automatisch Mitglied der Partei. Die Gemeindeordnung NRW sieht in Verbindung mit der Geschäftsordnung des Rates der Kreisstadt Unna ausdrücklich die Möglichkeit vor, dass ein Ratsmitglied, das keiner Fraktion angehört, als so genannter „Hospitant“ aufgenommen werden kann. „Ich möchte zunächst keine parteipolitische Bindung eingehen, will diesen Schritt zu einem späteren Zeitpunkt aber ausdrücklich nicht ausschließen“, heißt es in einer Medieninformation auf der Homepage der Grünen in Unna. „Ich bin erst einmal quasi `Grüner auf Probe`“, sagt Carsten Morgenthal.

Bei den Grünen gut aufgehoben

Weiter heißt es dort: „Ich fühle mich deswegen bei den Grünen im Rat der Kreisstadt Unna gut aufgehoben, weil deren Mitglieder in der laufenden Wahlperiode kluge und weitsichtige Vorschläge gemacht haben. Dabei stand in erster Linie das Wohl der Kreisstadt Unna im Vordergrund und keine Abstimmungsgemeinschaften oder Absprachen mit anderen Fraktionen. Darüber hinaus wurde auch die kritische Auseinandersetzung mit der Verwaltung, dort wo es notwendig gewesen ist, von den Grünen nicht gescheut. Das ist auch mein Verständnis von Kommunalpolitik, und dafür habe ich mich 2014 zur Wahl gestellt“, begründet Carsten Morgenthal seine Entscheidung.

In den zurückliegenden heißen Sommerwochen sei bei ihm zudem die Erkenntnis gereift, dass der Stellenwert, den „Bündnis90/Die Grünen“ der Klimapolitik zumisst, der richtige sei. Hier müssten auch auf kommunaler Ebene Zeichen gesetzt werden müssten. Grünen Ideen sei er im Übrigen schon immer aufgeschlossen gegenüber gewesen.

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