Besser heizen – Welche Heizung passt?

Schwerte. Der Herbst und der Winter kommen und mit ihnen die kalte Jahreszeit – durchaus Zeit, sich über die Heizung Gedanken zu machen, rät die Verbraucherzentrale. Momentan läuft eine landesweite Energieaktion, verantwortlich in Schwerte zeichnet die Energieberaterin Andrea Blömer.

„Die meisten Heizkessel werden erst ausgetauscht, wenn sie defekt sind“, weiß die Energieberaterin. Und unter Zugzwang die entsprechende Heiztechnik zu finden, gestaltet sich häufig als schwierig. In ihrer aktuellen Aktion „Besser heizen“, die Bestandteil des Projekts „Energie2020“ ist, stellt die Verbraucherzentrale NRW deshalb die Frage: „Was läuft im Keller?“

„Wenn die Heizung nicht korrekt arbeitet, verbraucht sie zu viel Energie“, sagt Andrea Blömer. Sie klärt über energiesparende Möglichkeiten für die Zukunft auf. Schon der einfache Umstieg auf Brennwerttechnik würde bis zu 15 Prozent Energieersparnis bringen. Eine starke Verbesserung der Klimabilanz verspreche der Umstieg auf Holzpellets, eine Wärmepumpe oder Solarthermie. „Alle diese Systeme sind gut erprobt und etabliert, ein Umstieg ist kein Abenteuer“, versichert die Energieberaterin.

Fördermittel und Beratung

Für viele Vorhaben flössen Fördermittel. Diese können beantragt werden beim Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), der kfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) oder beim Förderprogramm progres.nrw.

Die Verbraucherzentrale bietet zu dieser Aktion kostenlos einen Beratungstermin, sowie zwei Vorträge in Kooperation mit der VHS an. Des Weiteren berät Andrea Blömer alle 14 Tage, mittwochs von 14 bis 18 Uhr in der Verbraucherzentrale.

Umstellung von L-Gas auf H-Gas

Die neue Klimaschutzmanagerin der Stadt Schwerte, Jana Ermlich, die für technische und energetische Themen zuständig ist, rät: „Im Großen und Ganzen soll CO2 gespart werden und aus diesem Grund sollte die alte Heizung ausgetauscht werden.“ Ein weiter Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Umstellung von L-Gas auf H-Gas.

Seit Mai 2015 läuft in Deutschland das Infrastrukturprojekt der deutschen Erdgasversorung. L-Gas („Low calorific gas“ mit niedrigem Brennwert) stammt aus Quellen in Deutschland und den Niederlanden. Der kontinuierliche Rückgang der L-Gas-Aufkommen macht den Wechsel auf H-Gas („High calorific gas“ mit höherem Methangehalt und Brennwert), notwendig. In naher Zukunft wird der Energieversorger (meistens die Stadtwerke Schwerte) seine Kunden informieren. Jedes Gerät wird erfasst, und es wird geprüft, ob dieses bereits H-Gas tauglich ist, ob lediglich die Gasdüse (kostenlos) des Heizgerätes ausgetauscht oder ob eine Heizungsmodernisierung durchgeführt werden muss.

Angelika Weischer, Leiterin der Verbraucherzentrale, warnt schon jetzt vor Drückern, die kostenpflichtig die Gasdüse austauschen werden wollen.

  • Beratung und Vorträge:
  • Mittwoch, 10. Oktober, 18 Uhr, VHS, Vortrag „Energiesparen von der Küche bis zum Keller – auch mit kleinen Mitteln Energiekosten senken“. Eintritt frei.
  • Mittwoch, 7. November, 16 bs 20 Uhr, VHS, Am Markt 11: Kostenlose Beratung zum Kesseltausch mit Energieberaterin Andrea Blömer. Vorherige Anmeldung nicht erforderlich.
  • Mittwoch, 14. November, 18.15 Uhr, VHS, Vortrag „Besser heizen – Feuchtigkeit und Schimmel vermeiden“. Eintritt frei.
  • Bei den Vorträgen wird um vorherige Anmeldung unter schwerte@verbraucherzentrale.nrw oder Tel.: 02304 942260 gebeten.
  • Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für persönliche Beratungen vor Ort und in der Beratungsstelle Schwerte, Westwall 4 gibt es unter Tel.: 02304 94226-0 oder unter www.verbraucherzentrale.nrw/besser-heizen.

 

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