Beruf und Alleinerziehende: Bündnis für Familie präsentiert spannende Studie

Die Studie ist fertig und wurde am Dienstag vom Bündnis für Familie präsentiert.

Schwerte. Neun Jahre Arbeit habe das Lokale Bündnis für Familie Schwerte am Thema rund um die Familie gearbeitet, habe die betriebliche Kinderbetreuung intensiv in den Fokus gerückt, sagte Michael Schlabbach am Dienstag im Foyer der Sparkasse. Der Sprecher des Bündnisses hatte eingeladen zur Präsentation einer ganz besonderen Studie: „Die Situation von alleinerziehenden Eltern in der Berufswelt“. Diese Studie hatte das Bündnis bei Prof. Dr. Marianne Kosmann von der FH Dortmund in Auftrag gegeben. Gemeinsam mit der diplomierten Sozialarbeiterin Christine Grabowski und Josefine Bergelt (FH Dortmund) stellte sie die Studie vor.

Die Studie wird getragen von der Erkenntnis, dass „der Vereinbarkeit von Beruf, Kinderbetreuung und Erziehung leider immer noch hohe Hürden entgegengestellt sind“. Das sagt Jürgen Beyer, Geschäftsführer des Marienkrankenhauses und Schirmherr des Bündnisses für Familie in Schwerte. Das tradierte Familienbild von Vater, Mutter, Kind habe sich in den letzten Jahren massiv verändert. „Auf diese Entwicklung müssen wir uns als Gesellschaft einstellen“. Jürgen Beyer verlieh seiner Freude Ausdruck, „dass die Studie … dieses Thema aufgreift“.

Viele hochkarätige Besucher

Jürgen Beyer war nicht der einzige hochkarätige Besuch der Veranstaltung. Zu den Rednern gehörte auch Staatssekretär Bernd Neuendorf vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Landestagsabgeordneten Susanne Schneider (FDP) und Hartmut Ganzke (SPD) saßen in der ersten Reihe. Dr. Uwe Trespenberg, Vorstandsvorsitzender der gastgebenden Sparkasse und Vorsitzender im Stadtmarketing, begrüßte die Gäste; der Verein Stadtmarketing ist neben dem Bündnis Herausgeber der Studie. Daneben stehen eine Reihe von Sponsoren: Diagramm Halbach, Jobcenter Kreis Unna, Marienkrankenhaus, Sparkasse, Stadtwerke Schwerte, Volksbank Schwerte und die Stadt Schwerte, die am Dienstag von der stellvertretenden Bürgermeisterin Ursula Meise vertreten wurde.

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Sprachen zum Thema: Michael Schlabbach, Jürgen Beyer, Dr. Uwe Trespenberg, Staatssekretär Bernd Neuendorf, Prof. Dr. Marianne Kosmann.

Zwei Fragestellungen

Die Studie steht unter zwei leitenden Fragestellungen: Wie können Alleinerziehende aus dem Schwerter Raum die Herausforderungen von familiärer Fürsorgearbeit und modernisierter Arbeitswelt erhalten? Welche Maßnahmen und Hilfen, die im kommunalen und regionalen Raum bereitstehen oder entwickelt bzw. vernetzt werden müssten, können einen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen oder erleichtern? Dabei wurden Prof. Dr. Marianne Kosmann und ihr Team nie alleine gelassen. Das Bündnis für Familie Schwerte stand während des 18 Monate währenden Forschungsprojekts in intensivem Austausch mit den Projektleiterinnen. Das waren neben Michael Schlabbach noch Birgit Wippermann, Ute Giedinghagen, Maike Steglich, Kirsten Kujawa, Anke Skupin, Ursula Meise, Barbara Schade-Alda, Angelia Nappert und Ulrike Roguschak. Die Studie bezieht sich übrigens auf alleinerziehende Mütter, auch wenn einige der aufgezeigten Problemstellungen bzw. der Ressourcen und Lösungswege auf alleinerziehende Väter zutreffen. Aber immerhin sind neun von zehn Alleinerziehenden Frauen.

Am Ende richten sich die Maßnahmeoptionen auf drei relevante Handlungsbereiche: eine verlässlich(er)e Kinderbetreuung, verbesserte Zugänge zur Arbeitswelt und ggf. die nötige Stabilisierung der betroffenen Alleinerziehenden. In einem Maßnahmenkatalog sind die Handlungsempfehlungen noch einmal zusammengefasst. Darin geht es u.a. um den Ausbau von Patenmodellen, um neue Arbeitszeitmodelle, um eine bessere Verzahnung von Angebotsentwicklung und dem Bedarf bei Kinderbetreuung, um den Ausbau von Familienzentren und Treffpunkten mit besonderem Blick auf Alleinerziehende.

Wer sich für die Studie interessiert, kann sie über das Lokale Bündnis für Familie Schwerte erhalten. Die Kontaktdaten sind: Michael Schlabbach, 02304/72672, glueckauf@mimesch.de oder Ursula Meise, 02304/74853, ursulameise@t-online.de . Sie findet sich aber auch auf der Homepage des Bündnisses im Bereich Downloads: http://www.familienbuendnis-schwerte.de/index.html

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