Bebauungsplan „Auf dem Knapp/Am Hinkeln“ soll noch einmal offengelegt werden

Ergste. Der Bebauungsplan „Auf dem Knapp/Am Hinkeln“ soll noch einmal für die Dauer eines Monats offengelegt werden, nachdem Änderungen in den Plan eingeflossen sind. Darüber müssen die Mitglieder im Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt in ihrer Sitzung am 18. September (Dienstag) befinden. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 17 Uhr in Raum 405 des Rathauses, Rathausstraße 31.

Das Vorhaben hat stellenweise heftige Proteste hervorgerufen. Eine ganze Reihe von Menschen akzeptieren die Begründung für die Bebauung nicht, die eine maßvolle Arrondierung des bestehenden, überwiegend von Einfamilienhäu­sern und teilweise von Mehrfamilienhäusern geprägten Ortsteils Ergste verfolgt. Dazu heißt es im Bebauugsplan: „Es ist geplant, beide Teilflächen einer wohnbaulichen Nutzung zuzuführen, wodurch die vorliegende Planung neben einer nachhaltigen wohnbaulichen Entwicklung im Ortsteil Ergste auch die übergeordneten Zielsetzungen des Handlungskonzepts Wohnen der Stadt Schwerte insbesondere dahingehend unterstützt, dass im Segment neuer Einfamilienhausbebauung weiterhin eine hohe Nachfrage vorherrscht. Aus dem vom Rat der Stadt Schwerte verabschiedete Handlungskonzept Wohnen geht hervor, dass gerade in der oberen und hochpreisigen Preisklasse die Nachfragewerte im Vergleich zur mittleren Preisklasse wieder leicht zunehmen. Demzufolge gibt es in Schwerte auch einen Markt für hochpreisige Einfami­lienhäuser mit modernen Ausstattungsqualitäten bzw. für entsprechende Neubauangebote.“

Ablehnende Stellungnahmen

In einer ersten Offenlage hat es neben zwei zustimmenden Stellungnahmen weitaus mehr ablehnende gegeben. Die kritisieren insbesondere die Inanspruchnahme der Flächen aus Gründen des Landschafts- und Artenschutzes und lehnen sie ab. Zudem wird die Notwendigkeit der Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen für Wohnzwecke hinterfragt und die entstehenden Verkehrsmengen und die damit verbundenen Lärmemissionen für die Anwohner kritisiert. Auch Behörden und Träger öffentlicher Belange haben Stellungnahmen abgegeben. So regt die Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (AGON) die Einrichtung einer Streuobstwiese an.

Die Veränderungen

Anregungen und Stellungnahmen haben nun dazu geführt,dass der Bebauungsplan an mehreren Stellen geändert worden ist.

  • So wird vor dem Hintergrund der Anregungen des Kreises Unna und der AGON Schwerte eine 5 m breite Ausgleichsfläche zwischen der neuen Bebauung und den anschließenden landwirtschaftlichen Flächen festgesetzt.
  • Zudem werden die Baugrenzen im Bereich der Stieleichen von den Kronentraufbereichen abgerückt, um die Bäume nicht zu beeinträchtigen.
  • Gleichzeitig werden die Baugrenzen im Bereich der geplanten Mehrfamilienhäuser Richtung Osten und Süden angepasst, um dem zukünftigen Erwerber eine größere Flexibilität der Grundstücksaunutzung zu ermöglichen. Auch wird die Baugrenze im Bereich „Am Hinkeln“ angepasst und aus dem Böschungsbereich abgerückt.
  • Im gesamten Plangebiet werden die Flächen für Garagen und Carports angepasst, um die Möglichkeit der Schaffung von privaten Stellplätzen zu ermöglichen, damit keine Parksuchverkehre in den Bestandsquartieren entstehen.

Ergebnis der Beteiligung der Öffentlichkeit

 

 

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