Bahnhofstraße: Beiträge für Anlieger deutlich höher als prognostiziert – Adrian Mork entschuldigt sich

Schwerte. Immobilienbesitzer in der Bahnhofstraße müssen nach dem Umbau der Straße tiefer in die Tasche greifen als das noch vor dem Beginn des Umbaus prognostiziert worden ist. Rund 950000 Euro müssen von ihnen übernommen werden. Die Verantwortung dafür hat Fachbereichsleiter Adrian Mork übernommen. In einer Medieninformation entschuldigt er sich dafür.

Schon vor einem Jahr war bekannt geworden, dass die tatsächlichen Baukosten um 400000 Euro höher liegen würden als die kalkulierten 1,2 Millionen. Damals war von Anliegerbeiträgen in Höhe von 440000 Euro die Rede. Jetzt werden die Anliegerinnen und Anlieger der Bahnhofstraße in diesen Tagen durch ein Schreiben der Stadt Schwerte informiert, mit welchen Straßenausbaubeiträgen sie nach Beendigung der Straßenausbaumaßnahme nach dem Kommunalabgabengesetz zu rechnen haben. Etwas später folgen dann Bescheide, mit welchem die Stadt Schwerte die Vorauszahlungen auf die letztlich zu erwartenden jeweiligen Beiträge anfordert.

„Meine Einschätzungen waren falsch“

Bei den ursprünglich von Fachbereichsleiter und Stadtplaner Adrian Mork den Beitragspflichtigen in der Bahnhofstraße mitgeteilten Summen wird es aber nicht bleiben. „Meine bisherigen Einschätzungen waren falsch. Nach den gesetzlichen Bestimmungen fallen für die Anliegerinnen und Anlieger höhere Beiträge als von mir prognostiziert an. Dafür übernehme ich die Verantwortung und entschuldige mich“, so Stadtplaner Adrian Mork.

Die Kosten für den Ausbau der Hauptgeschäftsstraße beziffert die Stadt Schwerte jetzt mit rund 1,7 Mio. Euro. Mit einer Gesamtsumme von rund 950.000 Euro müssen sich die Beitragspflichtigen an den Ausbaukosten beteiligen. Förderanträge für den bei der Stadt Schwerte verbleibenden Anteil sind beim Land NRW gestellt.

„Eine unglaubliche Sauerei“

Auf die Nachricht ausgesprochen sauer reagierte Bernhard Druffel, Vorsitzender der Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofstraße (ISG). „Das ist eine unglaubliche Sauerei“, sagte er dem Ruhrtal Journal auf Anfrage. Er kündigte an, dass sich die ISG juristisch und fachlich beraten lassen wird und will die Kostenexplosion auf keinen Fall unwidersprochen hinnehmen.

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Kommentare

Comments

  • Cora Lecomte 2. Juni 2018 at 12:24

    Unglaublich blöd und dumm finde ich, das überhaupt so eine Umbaumassnahme genehmigt und gemacht wurde….angeblich ist ja Schwerte pleite ( was für Summen wird für so etwas ausgegeben, da hätten andere Projekte vorang )…. braucht kein Mensch in Schwerte, bei stetig wachsendem Geschäfterückgang ( immer mehr Geschäfte sind in den letzten 10 Jahren geschlossen worden , man kann froh sein noch die Grundbedürfnisse in Schwerte decken zu können ) bei Fachgeschäften hörts dann auf weil zu teuer für den Bürger….einfach nur Kopfschüttel….

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  • Thomas WEINSTOCK 1. Juni 2018 at 21:15

    Was heißt hier Verantwortung übernehmen. Entschuldigung sagen und weiter wie bisher? Der Ganze Umbau ist teurer, hat länger gedauert und ist genauso Unsinnig wie der Umbau des Bahnhofsvorplatzes. Verantwortung muss hier konkreter werden, Herr Mork muss umgehend gehen. Hat er vielleicht vor lauter Wahlkampf seine Pflichten vernachlässigt?

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  • Brigitte weber 1. Juni 2018 at 17:24

    Da wundert mich garnichts mehr….
    Schwerte kann sich glücklich schätzen, daß es bei der Bürgermeisterwahl aufgepasst hat!

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