Bäuerlicher Kandidatencheck: Mork und Axourgos bekennen sich zur Landwirtschaft

Schwerte. Am Anfang stand ein Film. Doch hinter der scheinbar heilen Welt auf den Höfen Schulte, Breuker, Hülsmann und Dettmer-Prause verbergen sich Probleme. „Familienbetriebe

Bernd Schulte, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes, eröffnete den Abend.

arbeiten heute unter schwierigsten Bedingungen“, sagte Susanne Pante. Die Vorsitzende der Kreislandfrauen hatte die Moderation eines Abends übernommen, an dem den beiden parteigebundenen Bürgermeisterkandidaten Dimitrios Axourgos (SPD) und Adrian Mork (CDU, Grüne, FDP) auf den Zahn gefühlt werden sollte. Gastgeber des zweiten Kandidatenduells war der Landwirtschaftliche Ortsverband Schwerte. Ihm ging es um den Stellenwert der Landwirtschaft, den Flächenverbrauch, die Gebäudenutzung und die damit verbundenen Auflagen und Vorschriften.

Die Podiumsdiskussion fand in Halle 2 der Rohrmeisterei statt.

Runder Tisch und Schnadegänge

Sowohl Adrian Mork als auch Dimitrios Axourgos legten grundsätzlich ein Bekenntnis zur Landwirtschaft ab, setzten sich ein für einen Dialog mit der Landwirtschaft über einen Runden Tisch oder Schnadegänge. Bei der Stadtentwicklung müsse die landwirtschaftliche Fläche beachtet werden. Adrian Mork versicherte, dass bis zum Jahr 2034 keine weiteren Baugebiete in Schwerte ausgewiesen würden, somit auch kein Verbrauch wertvoller Böden stattfände. Dimitrios Axourgos möchte die Flächenbedarfe bei der Stadtentwicklung im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Interessen sehen.

Auch das erfordert den Dialog, und „dieses Ziel wollten wir ja auch erreichen“, sagte Bernd Schulte am Tag danach als Vorsitzender im Landwirtschaftlichen Ortsverband. „Kontakte zur Politik waren bislang ehr mäßig, jetzt haben wir einen ersten Schritt erreicht, dem hoffentlich weitere folgen werden. Dafür müssen aber beide Seiten aufeinanderzugehen“.

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Kommentare

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  • Dietmar Weist 2. Februar 2018 at 11:57

    Die Aussage des Herrn Adrian Mork, dass bis zum Jahr 2034 keine weiteren Baugebiete in Schwerte ausgewiesen würden und somit auch kein Verbrauch wertvoller Böden stattfände, erstaunt.
    Zur Zeit sind m. E. zwei Bebauungspläne in parlamentarischer Beratung.
    1. Bebauungsplans Nr. 187 „Auf dem Knapp / Am Hinkeln“
    2. Bebauungsplans Nr. 192 „Im Westfelde“ (Ausschussbeschluss vom 23.01.2018).
    Hierdurch sollen die planungsrechtlichen Grundlagen für eine wohnbauliche Entwicklung in diesen Bereichen geschaffen werden. Bei beiden Flächen handelt es sich um derzeit landwirtschaftlich genutzte Flächen.
    In den Beratungsvorlagen wird auf das vom Rat beschlossene Handlungskonzept Wohnen hingewiesen, wonach sich für den Schwerter Wohnungsmarkt bis 2020 ein Bedarf von knapp 900 Wohnungen ergibt und somit eine deutliche Erhöhung der Bautätigkeit gefordert wird.
    Die Aussage des Herrn Mork wirft für mich drei Fragen auf:
    1. Geht Herr M. schon jetzt davon aus, dass der zuständige Ausschuss und derRat beide Bebauungspläne negativ entscheidet, weil CDU, Grüne und FDP die Ausschussmehrheit haben?
    2. Wie will die Stadt den im Gutachten konstatierten Wohnraumfehlbedarf künftig ausgleichen? Oder glaubt Stadtplaner Mork ausreichend Bauflächen durch Verdichtung der vorhandenen innerstädtischen Bereiche zu gewinnen?
    3. Oder ist dies eine dem Wahlkampf dienliche FakeNews?

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