Antrag abgeschmettert: Nestschaukel kann aufgebaut werden

Holzen. Mit zwei Enthaltungen hat sich am Mittwoch die Politik dafür ausgesprochen, eine Nestschaukel auf dem Spielplatz an der Friedrich-Hegel-Straße in Holzen zu installieren. Gegen dieses Vorhaben war ein Anwohner Sturm gelaufen – ein Fall für den Ausschuss für Bürgerbeschwerden und -anregungen (ABB).

Der Ratsausschuss war am Mittwoch unter dem Vorsitz von Angelika Schröder (SPD) zusammengekommen, um in nicht öffentlicher Sitzung über den Bürgerantrag zu entscheiden. Der Anwohner hatte befürchtet, dass im Zusammenhang mit der Nestschaukel Lärm entstehen könne. Dieser Ansicht konnte sich der ABB nicht anschließen und votierte im Sinne der Kinder. Gleichzeitig soll aber künftig der Kommunale Ordnungsdienst verstärkt darauf achten, dass die Öffnungszeiten des Spielplatzes eingehalten werden.

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Kommentare

Comments

  • Eckehard Weist 15. November 2018 at 9:21

    Die von Herrn Streibel im Leserbrief verworrene Eigendarstellung der nichtöffentlichen Sitzung kann man als fantasievoll ansehen, ist aber schlichtweg falsch. Der Bürgerantrag richtete sich gegen die Aufstellung der Nestschaukel an der von der Verwaltung vorgeschlagenen Stelle. Zielgerecht wurde daher dementsprechend diskutiert, ob die Nestschaukel insbesondere an einer anderen Stelle innerhalb des Spielplatzes aufgebaut werden könnte. Die Behauptung, Ausschussmitglieder hätten sich gegen die Rechte der Kinder gestellt, ist eine böse Unterstellung. Letztendlich ist der Leserbrief sprichwörtlich ein Schlag ins Gesicht der Ausschussmitglieder, die sich im Sinne des Ausschusses für Bürgeranregungen und Bürgerbeschwerden um einen Ausgleich der verschiedenen Interessen bemühen.

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  • Reinhard Streibel 10. November 2018 at 21:17

    Das Anliegen des beschwerdeführenden Anwohners, keine Nestschaukel auf dem Spielplatz zu platzieren, hätte auch gut und gerne wie sonst üblich öffentlich behandelt werden können. Aber auf Wunsch des Anwohners wurde dieser Beratungspunkt nicht-öffentlich behandelt. Und das ist natürlich das gute Recht des Beschwerdeführers. Aber seine Argumentation war schon ziemlich skurril und zeugte recht wenig davon, das natürliche Bedürfnis von Kindern auf Bewegung und damit auch Kinderlärm machen zu wollen, akzeptieren zu wollen.
    Einige Ausschussmitglieder meinten dann, sich populistisch hinter das Anliegen dieses einzelnen Beschwerdeführers stellen zu müssen – Wahlkampf, ich hör‘ dir trapsen! Und dies trotz der m. E. glaubhaften Versicherungen des Jugendamtes, dass sich nach der Presseberichterstattung im Vorfeld der Sitzung etliche andere Anwohner positiv zum Spielplatz und dem, was dort passiert, geäußert hatten.
    Zum guten Schluss gab es aber eine breite Mehrheit gegen das Anbiedern und für das Recht der Kinder auf Spiel und Bewegung!

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