Anpfiff! VfL gegen Geisecke – zum Saisonstart gibt’s die erste Standortbestimmung

Schwerte. Anpfiff! Am Sonntag beginnt in der Fußball-Bezirksliga 6 die Spielzeit 2018/19 – mit dem VfL Schwerte als Aufsteiger in die Landesliga? Unmöglich erscheint uns das nicht, aber der Weg wird ein weiter sein und ganz sicher über den Geisecker SV gehen. Der gibt am Sonntag seine Visitenkarte zum ersten Derby der neuen Saison auf dem Schützenhof ab – eine erste Standortbestimmung für beide Teams, die der Geisecker SV in der vergangenen Saison auf dem Schützenhof mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Die weiteren Fragen: Wiue verkauft sich Landesligaabsteiger SC Hennen in der neuen Umgebung? Erwartet den ETuS/DJK Schwerte wieder eine Zittersaison? Kann der SC Berchum/Garenfeld auch ohne seinen Torjäger Nicolas Külpmann wieder oben mitspielen?

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VFL Schwerte
:
Geisecker SV

Sonntag, 15:15, Stadion Schützenhof, Schützenstraße 30

Die Kleeblätter wussten in der Vorbereitung durchaus zu überzeugen, so dass die Partie keineswegs ein Selbstläufer für die Blau-Weißen, sondern eine ganz enge Kiste werden wird. So sehen es auch die Trainer beider Mannschaften. „ Geisecke ist schon eine echte Standortbestimmung“, sagt VfL–Coach Jörg Silberbach. „In der Vergangenheit hat es gegen die Kleeblätter immer enge und spannende Begegnungen gegeben. Wir sind auf diese Saison gut vorbereitet und wollen gegen sie ein tolles Spiel mit einer guten Leistung abliefern“. Jörg Silberbach möchte nach dem vierten Platz in der vorherigen Spielzeit in dieser Saison mit seiner Mannschaft in der Tabelle noch weiter nach oben klettern. Da sich der Kader der Schwerter im Vergleich zur Vorsaison qualitativ und quantitativ verbessert hat, wird der Konkurrenzkampf im Team in dieser Saison deutlich ausgeprägter sein als noch in der vergangenen Spielzeit. Als Favoriten hat der VfL-Coach die SpVg Hagen 11 ausgemacht, die in der letzten Spielzeit nur knapp am FC Wetter scheiterte. Zur ersten Saisonpartie kann Silberbach aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Maximilian Grünscheidt, der sich im Endspiel der Stadtmeisterschaft das Schlüsselbein brach, und Welf-Alexander Wemmer fallen aus.

Für SV-Co-Trainer Dirk Goldschmidt steht indes der Sieger dieses ersten Derbys noch lange nicht fest. „Der VfL ist zwar favorisiert, aber auch wir verfügen über keine schlechte Mannschaft. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir am Schützenhof nicht schlecht aussehen werden. Wir haben unsere Truppe zusammengehalten und außerdem noch punktuell verstärkt, Aus diesem Grunde rechnen wir uns gegen den VfL gute Chancen aus“, sagt der zweite Coach der Kleeblätter. Auch er rechnet mit der SpVg Hagen 11  als ersten Titelanwärter und hat ebenfalls den VfL Schwerte auf seinem Zettel. Sein Team hält er durchaus für stark genug, wenn es von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleibt, dass es wieder unter die ersten Fünf kommt. Für die Partie am Sonntag steht dem Geiseckern Jonathan Zunda, der sich im letzten Testspiel gegen Viktoria Kirchderne eine schwere Knieverletzung zuzog, definitiv nicht zur Verfügung. Ob die angeschlagenen Luis Pothmann, Lukas Schäfer und Jonas Hudek im Derby auflaufen können, wird sich noch kurzfristig entscheiden.

ETuS/​DJK Schwerte
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FSV Gevelsberg

Sonntag, 15:15, EWG-Sportpark, Am Hohlen Wege

In ihrem ersten Heimspiel der Spielzeit 2018/19 wollen Östlichen unbedingt gegen den FSV Gevelsberg mit einem Dreier starten. Denn unter allen Umständen soll eine Horrorsaison, wie die in der letzten Spielzeit,  vermieden werden, in der sich der ETuS/DJK erst drei Spieltage vor Saisonende aller Abstiegssorgen entledigte.  Die Voraussetzungen dazu sind vielversprechend, haben sich die Ostschwerter doch gut verstärkt.

„Wenn wir unsere Leistung von Anfang an richtig abrufen, können wir jeden Gegner der Liga schlagen. Falls uns das nicht gelingt, können wir auch gegen jeden Gegner der Liga verlieren. Wir müssen auf jeden Fall sehr schnell Konstanz in unsere Leistung bringen. Deshalb streben wir zunächst einmal eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld an und sehen dann weiter, was sich ergibt“, meint ETuS/DJK-Trainer Andre Haberschuss. Für die Begegnung gegen die Gevelsberger bastelt der Trainer der Ostschwerter, der erst einmal die letzten Trainingseindrücke abwarten möchte, bevor er sich festlegen will, noch an der endgültigen Aufstellung.

Als ersten Aufstiegskandidaten sieht der Coach der Östlichen die SpVg Hagen 11. Für ihn sind die Hagener eindeutig favorisiert und es müsste schon seiner Ansicht nach mit dem Teufel zugehen, wenn sie nicht Meister werden.

SC Berchum/​Garenfeld
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ASSV Letmathe

Sonntag, 15:30, Waldstadion Garenfeld, Neuer Mühlenweg

Gegen den Gast aus Letmathe möchte der Tabellendritte der letztjährigen Saison mit einem Sieg gleich wieder an den Erfolg der vergangenen Spielzeit anknüpfen. Wie der letztjährige Tabellendreizehnte einzuschätzen ist, bleibt abzuwarten, denn die Iserlohner haben insgesamt 16 Neuzugänge zu verzeichnen, die erst einmal in die bestehende Mannschaft integriert werden müssen. Beim Sportclub gilt es in der kommenden  Spielzeit den Abgang von Torjäger Nicolas Külpmann zu kompensieren, der zum Oberligisten Westfalia Rhynern abgewandert ist. „Wir sind in den vergangenen Spielzeiten jeweils Zweiter oder Dritter geworden. Daran wollen wir auch diesmal wieder anknüpfen. Der Weggang von Nicolas Külpmann wiegt natürlich schwer, aber jetzt müssen wir eben das Toreschießen auf mehrere Schultern verteilen. Das könnte  sogar ein Vorteil sind. Wir werden jetzt wohl noch  unberechenbarer sein, da sich der Gegner nicht allein auf Nicolas einstellen kann“, gibt SC-Trainer Dieter Iske zu Protokoll. Bis auf Leander Koeser, Lasse Jochheim und Marcel Grzondziel kann der Trainer der Berchum/Garenfelder auf alle Akteure zurückgreifen.

Als ersten Aufstiegskandidaten nennt der 60-jährige Coach des Sportclubs die SpVg Hagen 11, aber auch dem VfL Schwerte, der sich seiner Meinung nach gezielt verstärkt hat und in der Breite gut aufgestellt ist, traut er einiges zu.

Rot-Weiß Lüdenscheid
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SC 1912 Hennen

Sonntag, 15:00, Nattenberg-Stadion, Am Nattenberg

Absteiger SC Hennen tritt bei seinem ersten Auftritt in der Bezirksliga beim Traditionsclub Rot-Weiß Lüdenscheid an, der von 1977 bis 1981 sogar in der 2. Bundesliga Nord  spielte. Für beide Vereine stellt die Bezirksliga 6 Neuland dar. Während die Zebras noch in der vergangenen Spielzeit in der Landesliga an den Start gingen, sind die Lüdenscheider, die in der abgelaufenen Saison in der Bezirksliga 5 den vierten Rang belegten, in die Gruppe 6 umgruppiert worden.

Trotz einer durchwachsenen Vorbereitung gehen die Hennener nach dem Abstieg voller Optimismus in die neue Spielzeit. „Wir haben uns nach dem Abstieg gut verstärkt und trauen uns in der kommenden Saison auch so einiges zu. Natürlich wäre es vermessen vom Aufstieg zu sprechen. Wir wollen erst einmal kleine Brötchen backen, aber am Ende der Spielzeit eine Platzierung unter den ersten Fünf zu erreichen, wäre schon unser Ziel. Bei den Lüdenscheidern handelt es sich um eine junge, aggressive Truppe, gegen die wir von Anfang an dagegenhalten und unsere ganze Cleverness ausspielen müssen“, erklärt der neue Co-Trainer Vischant Soni, der auch am Sonntag den im Urlaub weilenden Chefcoach Marcel dos Santos im Nattenbergstadion an der Seitenlinie vertreten wird. Auf zwei Neuzugänge werden die Zebras bei ihrer Bezirksligapremiere am Sonntag verzichten müssen. Zu einem wird der vom SV Deilinghofen-Sundwig gekommene Torjäger Salvatore Militano fehlen, zum anderen ist Hakan Özdemir, der vom VfL Schwerte zu den Hennenern gestoßen ist, ebenfalls nicht dabei.

Als Meisterschaftsanwärter sieht der 32-jährige Ex-Trainer der VfL-Reserve die SpVg Hagen 11 und seinen alten Club, den VfL Schwerte, der sich seiner Meinung nach mit guten Spielern verstärkt hat und in der Liga ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden wird.

Fußball in den Kreisen

Der VfB Westhofen startet unter seinem neuen Trainer Christoph Pajdzik gegen den Bezirksliga-Absteiger TSC Eintracht Dortmund (Sontag 15:00 GWG-Schwerte-Arena, Wasserstraße) in die neue Saison. Nach den bisherigen guten Leistungen in den Testspielen und bei der diesjährigen Schwerter Fußball-Stadtmeisterschaft ist ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen.

Der andere Schwerter Vertreter in der Dortmunder Kreisliga A, der TuS Holzen-Sommerberg, startet mit einem Gastspiel bei Urania Lütgendortmund in die neue Spielzeit. Am Sonntag um 14:00 Uhr möchte des Team des neuen TuS-Trainers Olaf Kiesheyer auf der Bezirkssportanlage an der Limbeckerstraße die ersten drei Punkte einfahren.

Die Kreisliga A Iserlohn nimmt den Spielbetrieb erst in 14 Tagen auf.

 

 

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