Anlaufstelle in der Margot-Röttger-Rath-Straße soll die Probleme im Stadtpark lösen

Schwerte. Die vermeintliche Lösung der vermeintlichen Probleme im Stadtpark liegt in der Schaffung einer Anlaufstelle für die Gruppen von Menschen, die sich regelmäßig im Stadtpark aufhalten, dort Alkohol trinken, offenbar auch Drogen konsumieren, Büsche und Bäume als öffentliches Urinal benutzen und Lärm erzeugen. Am Montag hatte die Teilfraktion der CDU im Generationenausschuss unter der Leitung von Ratsfrau Bianca Dausend zu einer offenen Bürgersprechstunde direkt in den Stadtpark geladen.

Neues war vor Ort nicht zu erfahren. Zwar wurde den Gruppen dort nicht generell Unfreundlichkeit unterstellt und viele der etwa 60 anwesenden Bürgerinnen und Bürger erfahren die Menschen dort auch nicht unbedingt als Bedrohung. Trotzdem bleibt der Stadtpark für andere ein Angstraum, offenbar besonders für Eltern und Kinder der benachbarten Friedrich-Kayser-Schule. Gerade für die Anwohner der Wohnungen in der Gasstraße ist der Lärm und hier besonders der nächtliche Lärm das große Problem. Das sei nicht von den Streetworkern im Verein für Soziale Integrationshilfen zu lösen, sondern von Polizei und Ordnungsamt. Weder Polizei noch die Stadt waren am Montag vor Ort vertreten.

Nicht alle über einen Kamm scheren

Dabei lassen sich offenbar nicht alle Gruppen über einen Kamm scheren. „Wir gehen immer an die Seite und bieten sogar Platz an“, sagte eine Frau als Entgegnung auf die Feststellung einer Seniorin, es sei unangenehm, durch diese Spaliere von Menschen zu gehen. Und, so die betroffene Frau weiter, man müsse schon genau hinschauen, wer hier die Randale mache. Ein Mann ergänzte: „Ich bin jetzt seit 15 Jahren hier, aber erst seit zwei Jahren sind wir hier alle im Gespräch. Tun Sie doch etwas, damit wir aus dem Stadtpark rauskommen“.

Von der Politik verlassen

Und so rückt die ehemalige Güterhalle in der Margot-Röttger-Straße mehr und mehr in den Fokus einer Lösung. Niemand hat zudem die Pläne von Stadtplaner Adrian Mork vergessen, der im Anschluss an die Fertigstellung der Bahnhofstraße die Situation im Stadtpark verändern wollte, wozu auch die Installation einer öffentlichen Toilette in der Eintrachtstraße gehören soll. Passiert sei nichts, bemängelte Bernhard Druffel, Vorsitzender der ISG Bahnhofstraße. Regelmäßig erreichten ihn Beschwerden aus dem Kreis der Ladenbesitzer. Er forderte die Politik und die Verwaltung auf, Plan B aus der Schublade zu ziehen und fand Unterstützung durch den Immobilienbesitzer Gerhard Breuer, der sich von der Politik verlassen und abgehängt fühlt.

2019 die nächste Bürgersprechstunde

Die Politik will nun praktikable Lösungen finden, und zwar gemeinsam, wie Bianca Dausend unterstrich. Und sie möchte mit den Menschen im Gespräch bleiben. Am ersten Montag nach den Sommerferien 2019 gibt es wieder ein Treffen im Stadtpark.

Übrigens: Auch der Generationenausschuss im Rat der Stadt Schwerte beschäftigt sich in seiner öffentlichen Sitzung am 13. September (17 Uhr, Raum 405 Rathaus, Rathausstraße 31) mit der Thematik. Im Ausschuss berichten die beiden für den Stadtpark zuständigen Streetworker im VSI. Danach dürfte diskutiert werden.

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