150 Jahre: Schwerter Turnerschaft feiert einen großen Geburtstag

Schwerte. Wer sich noch an Heinrich Grundmann erinnern kann, gehört zweifellos schon zu den älteren Semestern in Schwerte – und könnte durchaus etwas mit einem Sportverein zu tun haben, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert: die Schwerter Turnerschaft. Der Festakt zum Jubiläum geht am 17. Juni ab 11 Uhr in der Cafeteria der Gesamtschule Gänsewinkel (Grünstraße 70) über die Bühne. Danach stellt sich der Verein von 13 bis 17 Uhr in der Sporthalle Gänsewinkel vor. Im Zentrum: Turnen, Rhythmische Sportgymnastik und Basketball.

Von Heßebein bis Barthelmey

Heinrich Grundmann gehört zur Riege der Vorsitzenden, die die Turnerschaft bislang hatte. Der allererste hieß Franz Heßebein, der am 5. Mai 1868 anlässlich der Vereinsgründung gewählt wurde. Ihm folgten Männer, die keine Erwähnung finden in irgendwelchen Chroniken. Erst ab 1925 sind die weiteren Vorsitzenden bekannt: Walter Pötzsch (1925-1931 und 1951-1956), Wilhelm Klaus (1932-1937), Heinrich Grudmann (1937-1946 und 1960-1970), Gisbert Kohlmann (1951-1960), Otfried Altfeld (1970-1975), Ernst Schmerbeck (1975-1981), Heinz-Dieter Caspari (1981-2001),Hans-Joachim Koinzer (2001-2015) und Doris Barthelmey (seit 2015).

Bewegte Geschichte

Bewegt ist die Geschichte der STS allemal. 1868 als Germania Schwerte gegründet, gibt es den heutigen Namen erst ab 1951. Meilensteine waren sicherlich die Gründung der Volleyballabteilung 1966, der großartige Erfolge auf höchstem Niveau folgen sollten – zehn Jahre später unter dem Namen 1. VC Schwerte. 1969 legte Ursula Sohlenkamp mit der Gründung der Sparte Rhythmische Sportgymnastik den Grundstein für internationale Erfolge – man denke nur an Carmen Rischer. 1976 gründete sich die Basketballabteilung. 2002 löste sich die Tennisabteilung auf. Alle markanten Punkte sind in einer Vereinschronik erfasst, in deren Entstehen die aktuelle Vorstandsmannschaft um Doris Barthelmey viel Arbeit und Zeit investiert hat.

Der aktuelle Vorstand der STS um die Vorsitzende Doris Barthelmey (Mitte).

Stolz auf Traditionsverein

„Die Stadt Schwerte ist stolz auf diesen Traditionsverein, weil er sie nicht nur im Wettkampf, also im Leistungssport bereichert, sondern auch im Breitensport“, heißt es in einem gemeinsamen Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters Jürgen Paul und des Ersten Beigeordneten der Stadt Schwerte, Hans-Georg Winkler. Manfred Hagedorn, Präsident des Westfälischen Turnerbundes, schreibt: „Vielleicht ist und bleibt das der Erfolg der Turnvereine, die es schaffen, sich den modernen Aufgaben zu stellen und trotzdem nicht den Blick für soziale und menschliche Werte zu verlieren. Die Schwerter Turnerschaft ist ein gutes Beispiel, dass dieses gelingen kann.“ Heiner Kockelke, Vorsitzender im Stadtsportverband, würdigt das Engagement der Menschen im Verein. „Es erfordert stets eine große ehrenamtliche Leistung“ mit viel Verantwortungsbewusstsein, Risikobereitschaft und Zukunftsorientierung, „um den Fortbestand eines Vereins zu gewährleisten“.

Der Festakt im Gänsewinkel wird moderiert von Jörh Przystow, musikalisch begleitet von Uwe Schiemann und Ulrich Grünebaum. Grußworte sprechen Bürgermeister Dimitrios Axourgos und Heiner Kockelke.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentare

Über den Autor