Ein Streben nach politischem Konsens?

Hat die Politik in Schwerte ihre Profile verloren? Ihre Bissigkeit? Ihre Süffisanz? Nein, ganz so weit, wie es dieser Tage ein nicht ganz unbekannter Schwerter beim Tässchen Kaffee auf dem Markt meinte, muss man sicherlich nicht gehen. Aber auffällig war es in der Tat schon, wie wenig politische Statements es im Vorfeld dieser Ratssitzung gegeben hat. Den Schwerter Themen fehlte somit das Salz. Dabei birgt doch gerade alleine die nach wie vor angespannte Haushaltslage der Stadt viel Diskussionsstoff.


Man erlebt auch nicht alle Tage, dass sich eine Fraktion am Ende einer Reihe von Stellungnahmen mehrheitlich der politischen „Gegnerschaft“ anschließt, obwohl deren Antrag in Sachen Baubeirat in die entgegengesetzte Richtung lief. Aber das lässt sich durchaus in der Rubrik „politische Kultur“ verorten. Politik ist eben nicht das sture Festhalten an der innerparteilichen Ideologie, sondern auch anerkennende Bewertung der Ansichten des anderen Lagers. So hat der Rat am Mittwoch dokumentiert, dass der Bürgermeisterwahlkampf mit all‘ seinen stellenweise hässlichen Gegensätzen beendet  ist und das scheinbare Streben nach politischem Konsens in den Vordergrund rückt. Sollte das die Politik in der Zeit bis zum nächsten Wahlkampf bestimmen, wird’s die Bürgerin, wird’s der Bürger sicher gerne vernehmen.


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